Dramatischer Einsatz gegen Kälte und Zeit: Einsatzkräfte suchen und finden vermissten Bewohner des Stederdorfer Seniorenheims
Stederdorf. Am gestrigen Freitag wurden der Kreisbrandmeister, die Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Aue, die DRK-Bereitschaft Uelzen und die Polizei um 21.02 Uhr zu einer Lagebesprechung nach Stederdorf alarmiert. Hier war ein 52-Jähriger Bewohner eines Seniorenheims abgängig und wurde vermisst. Angesichts der Wetterlage und den damit verbundenen Temperaturen, war ein zügiges Handeln von Nöten.
Nach der Abstimmung zum weiteren Vorgehen, wurden dann die Feuerwehren aus Stederdorf, Wrestedt, Drohe, Lehmke, Nettelkamp, Nienwohlde, Niendorf II und Bollensen alarmiert. Parallel dazu erfolgte die Anforderung der Drohnen von Feuerwehr und DRK, die Rettungshundestaffel des DRK Uelzen sowie die Mantrailer des DRK aus Lüneburg.
Die Feuerwehr Wrestedt war mit 25 Kräften im Einsatz, wie sie berichtet.
Das zu kontrollierende Gebiet wurde in einzelne Abschnitte unterteilt, sodass eine möglichst große Fläche nach der vermissten Person abgesucht werden konnte. Die Drohnen mit ihrer Wärmebildtechnik, wurden ebenfalls kurzfristig zur Unterstützung aus der Luft eingesetzt. Auch de Drohne des THW Ortsverband Uelzen ist zur weiteren Unterstützung nachalarmiert worden.
Seitens des Altenheims war zu der Person bekannt, dass diese sehr mobil ist und aus vergangenen Zeiten einige Anlaufpunkte in der näheren Umgebung hatte. Auch diese wurden im ersten Einsatzverlauf gezielt angefahren und kontrolliert. Es gab zudem eine Meldung, dass eine dunkel gekleidete Person auf der Kreisstraße zwischen Nettelkamp und Wieren gesichtet worden sei. Hier wurden die Einsatzkräfte ebenfalls gezielt eingesetzt, um den Streckenverlauf zu kontrollieren.
Aufgrund der Wetterlage und Temperaturen entschied die Einsatzleitung, dass der Fachzug Logistik zur Verpflegung der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle benötigt wird. Dieserbereitete an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Uelzen alles für den Einsatz vor und verlegte dann ebenfalls in das Einsatzgebiet nach Stederdorf.
Nachdem die Mantrailer aus Lüneburg eintrafen, wurde auch hier die entsprechende Suche mit dem speziell ausgebildeten Hund vorbereitet und durchgeführt. Zuvor hatten bereits die Flächensuchhunde der DRK-Bereitschaft ihre Arbeit in einem zugewiesenen Gebiet ausgeführt und unterstützten nun die Mantrailer.
Ein sich auf dem Weg befindender Rettungswagen wurde in Wieren auf Fußspuren aufmerksam, die den Ort in Richtung Bad Bodenteich verließen. Somit wurde auch diese Strecke nach der vermissten Person durch die Rettungswagenbesatzung abgefahren und kontrolliert. Gegen 2 Uhr des heutigen Samstags traf die Rettungswagenbesatzung den vermissten Mann dann in der Hauptstraße in Bad Bodenteich an. Dem Mann ging es den Umständen entsprechend gut und er wurde zunächst zum Altenheim in Stederdorf zurückgebracht.
Der Einsatz konnte somit nach gut 5 Stunden für die etwa 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der DRK-Bereitschaft und Polizei erfolgreich beendet werden.
Text: Pressewartin der Feuerwehr Samtgemeinde Aue
Symbolfoto: Adobe Stock