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Kommentar

Persönliche Befindlichkeiten

 |  Landkreis

Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor Martin Feller ist sicher jemand, der auch gern einmal in kleiner Runde, im Expertenrat sozusagen, das umsetzen will, was er für sein Bad Bevensen für richtig hält. Dass es dabei manchmal Schlag auf Schlag geht und nicht links und rechts mit Informationen um sich geworfen wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Nachteile dieser Arbeitsweise haben sich aber bislang für Stadt und Samtgemeinde nicht erkennen lassen. Man muss indes weder Soziologe noch Politikwissenschaftler sein, um sehr schnell erkennen zu können, worum es bei der Sondersitzung des Rats der Stadt Bevensen am Mittwoch wirklich ging. Vordergründig war es der Nicht-Kauf der Medinger Mühle. Im Wesentlichen ging es aber darum, Feller in seine Schranken zu verweisen. Wie sonst ließe sich erklären, dass die "jetzt hervorgetretenen Erkenntnisse", die den Kauf der Mühle plötzlich unmöglich machen, nicht ansatzweise ausgeführt wurden? Abgesehen von vagen "Fass-ohne-Boden"-Formulierungen. Wie kann es sein, dass das Kloster plötzlich viel wertvoller für die Landesgartenschau ist als die Mühle - es aber niemand von den jetzigen Kritikern es das ganze Jahr über für notwendig hielt, einen entsprechenden Hinweis zu bringen? Wie kommt es, dass überhaupt niemand der jetzigen Mühlen-Kritiker sich bis dato öffentlich äußerte, obwohl die Bedeutung des Bauwerks immer wieder Thema war? Und dass die Laga-Planung nun voll und ganz öffentlich stattgefunden hatte, samt Video-Abend für die Bürger, war bei den Uelzener Nachrichten mehrfach nachzulesen. Wie kommt der Vorwurf der mangelnden Kommunikation im Verwaltungsausschuss zustande, wenn die Verwaltung gleich in drei Sitzungen dieses Gremiums in Folge über den Sachstand informierte? Und zum Vorwurf, der Stadtdirektor habe nach Vorgesprächen mit Investoren nicht sofort Ross und Reiter genannt, kann man nur sagen: Wenn jedes Mal nach einem Kennenlernen gleich der Name eines Investors rausposaunt würde, würde wohl kaum ein namhafter Bau jemals verwirklicht. 

Michael Michalzik

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