Uelzen/Landkreis. Die Kreistagsfraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN fordert in einem Dringlichkeitsantrag die Einrichtung eines Fahrdienstes für ältere hilfsbedürftige Personen, damit die Corona-Schutzimpfungen im Impfzentrum (Stadthalle Uelzen) besser wahrgenommen werden können.
Kreistags-Fraktionsvorsitzender Markus Jordan dazu: „Sofern sich eine Reihe von Bürgern und Bürgerinnen über 80 durch die Schwierigkeiten bei der Organisation von einer Wahrnehmung des Impfangebotes abhalten ließe, würde ein sehr wichtiges Zwischenziel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie verfehlt. Wir sollten daher unbedingt ein unbürokratisches Angebot für die Fahrt zum impfzentrum machen.
Die Grünen fordern, die Kreisverwaltung zu beauftragen, einen Fahrdienst zu organisieren und entsprechende Dienstleister zu beauftragen, um älteren hilfsbedürftigen Personen mit Wohnsitz im Kreis Uelzen die Fahrt zum Impfzentrum zu ermöglichen. Der Antrag, der an Landrat Dr. Heiko Blume, den Kreistagsvorsitzenden Dr. Günther Graf sowie die Mitglieder des Kreistags ergangen ist, solle als dringlich eingestuft werden, damit er in der nächsten Kreistagssitzung am 3. Februar behandelt werden kann. Die Kosten sollen als freiwillige Leistung aus dem Haushalt der Kreisverwaltung beglichen werden.
Jordan: "Im nächsten Schritt der Impfkampagne sollen die Menschen geimpft werden, die älter sind als 80 Jahre sind und zu Hause leben. Es ist davon auszugehen, dass ein großer Teil dieser Menschen nicht mehr selbstständig mobil ist und Unterstützung benötigt, um einen Impftermin wahrzunehmen. Um den Erfolg der ersten Stufe der Impfkampagne zu sichern, muss neben der Einrichtung des Impfzentrums auch der Zuweg aller Bürger und Bürgerinnen der Zielgruppe gewährleistet werden.
Die genannten hilfsbedürftigen Senioren seien häufig mit der eigenständigen Organisation eines geeigneten Transportes überfordert und hätten nicht immer Familienangehörige, die dies übernehmen können. Auch das mögliche Erstattungsverfahren der entsprechend willigen einzelnen Krankenkassen über die Hausärzte oder über das Impfzentrum stellten eine Hürde dar, die dem Ziel der Impfkampagne zuwiderlaufe. Vielmehr müsse der notwendige Personentransport vorrangig vor allen bürokratischen Begleiterscheinungen kurzfristig gesichert werden.
Markus Jordan weiter: "Ab 28. Januar soll es möglich sein, Termine zu vereinbaren. Es ist deshalb notwendig, zeitnah zum Start der Impfungen auch ein Angebot zur Beförderung machen zu können."
Symbolfoto (Adobe Stock): Die Grünen fordern einen Fahrdienst, der Senioren zu den Corona-Schutzimpfungen bringt.