Wieren: Baubeginn mit Hausabriss
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Wieren. Der Beginn des zweigleisigen Ausbaus der Amerikalinie Ost rückt näher. In Wieren am Bahnübergang der L270 rückten jetzt die Abrissbagger an. Zunächst wurde das auffällige und ortsbildprägende rote Backsteingebäude (Hauptstraße 10) abgerissen.
Baufeldfreimachung nennt das die DBInfraGo GmbH. Grundstück und Gebäude sind bereits seit zwei Jahren im Eigentum der Bahn und werden für die Zeit der Bahnbaumaßnahme benötigt. Die ehemalige Eigentümerin des Grundstückes, Lieselotte Schröder. geborene Burbass, blickte doch etwas wehmütig auf den Abriss des Gebäudes. 1957 war sie als junges Mädchen hier mit ihren Eltern eingezogen und wohnte bis zur Heirat in der 70er-Jahren in diesem Haus. Der Vater war Bahnobersekretär, und die Mutter war damals Schrankenwärterin im gegenüberliegenden kleinen Schrankenwärterhaus.
Viele Erinnerungen werden nun bei „Lilo“ Schröder, wie sie von Nachbarn genannt wird, wach. Letztlich ist sie aber doch zufrieden: Zunehmender Zugverkehr, die unmittelbare Nachbarschaft zur L270 und nun auch noch vier Jahre Bauzeit an der Bahn und der Unterführung an der L270 hätten die Wohnqualität für die Mieter doch sehr eingeschränkt.
Der Abriss des Gebäudes erweist sich doch als nicht ganz einfach. Aus Artenschutzgründen (Brutgebiet des Haussperlings) muss der Abriss ebenso wie die notwendigen Baumfällungen bis Ende Februar durchgeführt seien. Wenn die Schranken geschlossen sind, müssen aus Sicherheitsgründen die Abrissarbeiten des Baggers ruhen.
Auch der ehemalige Edekamarkt (Hauptstraße 7) wird abgerissen. Hier soll noch bis Juli dieses Jahres der „erste Spatenstich“ erfolgen dazu und der Pavillon als Infozentrum für die Baumaßnahme an der Bahnlinie im Kreis Uelzen entstehen.
Text/Foto: Wieren2030