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Nach Gasexplosion in Lüder: 24-Jähriger mit schwersten Verbrennungen im künstlichen Koma - Junges Ehepaar steht vor dem Nichts - Spendenaktion soll Not lindern

  • Subtitle: Lüder

Lüder. Der vorige Freitag riss einem jungen Ehepaar jäh den Grund unter den Füßen weg: Bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus in Lüder (UEN berichteten) erlitt ein 24-Jähriger schwerste Verletzungen und liegt im künstlichen Koma. Seine junge Frau (22) - beide gaben sich erst jüngst das Ja-Wort - steht vor dem Nichts.

Der Vater und Schwiegervater des Paares hat nun auf gofundme eine Spendkampagne initiiert, um die Not der jungen Leute zu lindern. Helfen kann man unter: https://www.gofundme.com/f/gemeinsam-fur-louis-manja-hilfe-nach-katastrophe?attribution_id=sl:d1f34f50-1051-436a-8ff7-53c7276ba0fc&utm_campaign=pd_ss_icons&utm_content=amp20_t1&utm_medium=customer&utm_source=copy_link

Nur 14 Tage konnten die jungen Leute in ihrem gemeinsamen Haus verbringen. Doch anstatt die schöne Zeit zu genießen, wurde ihr Glück in Sekundenbruchteilen zunichte gemacht: Wie berichtet, zerstörte eine Gasexplosion das Wohnhaus. Der Vater und Schwiegervater beschreibt, wie der 24-Jährige, der allein im Haus war, trotz schwerster Verbrennungen an 50 Prozent seines Körpers noch die Flammen löschte, den Notruf wählte, die beiden Katzen in Sicherheit brachte und seine Ehefrau anrief. Am Telefon beschrieb er ihr seine unerträglichen Schmerzen, während sie besonnen auf ihn einredete, um ihn vor einer Ohnmacht zu bewahren.

Der junge Mann wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Lübeck geflogen. Aktuell liegt er im künstlichen Koma und schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. Die Verbrennungen, vor allem im Gesicht und am Rücken, sind schwerwiegend.

Während er um sein Leben kämpft, steht seine Frau vor den Trümmern ihrer Existenz. Da das Haus einsturzgefährdet ist und nicht betreten werden darf, hat sie derzeit keine Bleibe, keinen Zugriff auf Kleidung oder wichtige Unterlagen. Sie wohnt vorübergehend bei ihrer Mutter, während die geretteten Katzen bei Freunden untergebracht sind.

Der Vater und Schwiegervater: „Wir als Familie, Eltern und Freunde stehen so gut es geht bei und fangen sie auf, wo wir können. Doch die finanziellen Belastungen, die dieser folgenschwere Unfall verursacht, übersteigen unsere Möglichkeiten." Die junge Frau ist jeden Tag in Lübeck an der Seite ihres Mannes - lebensnotwendiger Beistand, der aber viele finanzielle Ressourcen verschlingt. Außerdem braucht sie eine neue Grundausstattung für das tägliche Leben und eine Bleibe.

Die Familie: „Wir möchten ihr den Rücken freihalten, damit ihre gesamte Kraft dorthin fließen kann, wo sie jetzt am dringendsten gebraucht wird: bei ihrem Mann in der Klinik.“

Foto: THW