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Tourismus-Ausschuss Bad Bevensen: Anträge für mehr Veranstaltungen und Stärkung der Gastronomie

  • Subtitle: Bad Bevensen

Bad Bevensen. Die Kurstadt geht durch schwierige Zeiten. Die Zahl der Betten sinkt, in der Innenstadt zeigen sich immer mehr Leerstände. Die Politik stemmt sich gegen den Abwärtstrend. In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung der Stadt Bad Bevensen wurden gleich drei Anträge einstimmig verabschiedet, die Aufschwung verheißen sollen.

Die CDU-Fraktion setzt die Stellschrauben einmal mehr bei der Bad Bevensen Marketing GmbH an. Ohne Gegenstimme wurde folgender Antrag empfohlen:

„Die Vertreterinnen und Vertreter im Aufsichtsrat der Bad Bevensen Marketing GmbH werden aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass noch im laufenden Jahr zusätzliche Veranstaltungsformate zur Belebung der Innenstadt kurzfristig entwickelt und aus bestehenden personellen und finanziellen Mitteln umgesetzt werden. Dabei sind insbesondere zusätzliche Veranstaltungsanlässe in der Innenstadt zu schaffen sowie bestehende Veranstaltungen stärker mit der Innenstadt zu verzahnen oder in diese zu verlagern.“

Zu Begründung heißt es, in der Innenstadt von Bad Bevensen seien rückläufige Besucherströme und zunehmender Leerstand sichtbar. Dies zeige sich unter anderem in angepassten Öffnungszeiten sowie wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen für

Einzelhandel und Gastronomie. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sei es erforderlich, kurzfristig zusätzliche Impulse zu setzen und die Besucherfrequenz gezielt zu erhöhen. Zusätzliche Veranstaltungsformate seien hierfür ein geeignetes und kurzfristig umsetzbares Instrument. Dabei gehe es nicht um einzelne Großveranstaltungen, sondern um die zügige Umsetzung zusätzlicher, auch kleinerer Formate sowie die stärkere Einbindung bestehender Veranstaltungen.

Auch eine Resolution, die die CDU einbrachte, nahm der Ausschuss geschlossen an.

Der Inhalt: „Die Kaufmannschaft, die Handwerker, die Gastronomen und die Dienstleister unserer Stadt sind das Herzstück von Bad Bevensen. Sie prägen nicht nur das Stadtbild, sondern sind als Arbeitgeber, Ausbildungsbetriebe und Steuerzahler das Fundament unserer lokalen Gemeinschaft. Das Rundschreiben der 'Tortenbakker-Allianz' verdeutlicht die Sorgen und Ängste, die viele unserer lokalen Betriebe in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten umtreiben.

Vor diesem Hintergrund bekundet der Stadtrat folgenden gemeinsamen Willen:

• Anerkennung und Solidarität: Der Stadtrat nimmt die Sorgen der Gewerbetreibenden mit großem Ernst wahr. Wir stehen fest an der Seite unserer Kaufleute und erkennen ihre tägliche Leistung für eine lebendige und attraktive Stadt an.

• Gemeinsames Ziel „Lebendige Innenstadt“: Wir bekennen uns dazu, die Innenstadt als zentralen Ort der Begegnung, des Handels und der Kultur weiter zu

stärken. Eine attraktive Innenstadt ist für Bürger, Betriebe und Besucher gleichermaßen von existenzieller Bedeutung.

• Dialog auf Augenhöhe: Der Stadtrat strebt einen engen und kontinuierlichen Austausch mit den Vertretern der lokalen Wirtschaft an. Wir wollen gemeinsam Lösungen entwickeln, um Bad Bevensen als vitalen Wirtschafts- und Tourismusstandort zukunftssicher aufzustellen.

• Förderung der Aufenthaltsqualität: Es ist unser gemeinsamer Wille, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Innenstadt durch Vielfalt und Attraktivität zum Verweilen einlädt und ein attraktives Umfeld für Investitionen und Innovationen bleibt.

Außerdem werden auch die regionalen Banken in die Pflicht genommen: „Von der Gastronomie und Hotellerie wurde zudem beklagt, dass die Kreditvergabe an die genannten Branchen äußerst schwerfällig bzw. mit nicht tragbaren Konditionen erfolgt. Daher beantragt die CDU-Fraktion Ansprechpartner der ortsansässigen Volksbank und Sparkasse in den Verwaltungsausschuss einzuladen und die Thematik zu besprechen um Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft zu finden.“

Die SPD will eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die Fördermöglichkeiten auslotet. Folgender Antrag wurde ebenfalls einstimmig angenommen: „Der Rat der Stadt Bad Bevensen beschließt, eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe einzusetzen, die eine Förderrichtlinie für den stationären Einzelhandel und die Gastronomie erarbeitet. Die Arbeitsgruppe legt die konkreten Förderbedingungen und -kriterien fest. Als einzige bereits feststehende Voraussetzung gilt: Antragsberechtigt sind ausschließlich ortsansässige, stationäre Einzelhändler und Gastronomiebetriebe, die im Stadtgebiet Geschäftsräume oder Ladenlokale gemietet haben oder Eigentümer solcher Geschäftsräume oder Ladenlokale sind und zur Kategorie Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Sinne der EU-Empfehlung gehören. Der Hauptsitz des Unternehmens muss sich in Bad Bevensen befinden.“

Foto: Michalzik