Gerade eben im Rat Bad Bevensen: Neue Impulse für die Kurstadt - Politik macht sich geschlossen für Handwerk, Handel und Gewerbe stark
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Bad Bevensen. Diesmal ist sich die Bad Bevenser Politik einig: Aufgeben gilt nicht, mit der Kurstadt soll es weiter vorangehen. Mit großer Geschlossenheit brachte der Rat der Kurstadt am heutigen Donnerstag mehrere Anträge auf den Weg, die alle die gleiche Stoßrichtung haben: Unterstützung für Handel und Gewerbe, Belebung der Innenstadt.
So wurde ein Antrag der CDU verabschiedet, demnach der Rat eine Resolution beschließt - als klares Signal für die Innenstadt, Solidarität mit Gewerbe, Gastronomie und Handwerk: „Die Kaufmannschaft, die Handwerker, die Gastronomen und die Dienstleister unserer Stadt sind das Herzstück von Bad Bevensen. Sie prägen nicht nur das Stadtbild, sondern sind als Arbeitgeber, Ausbildungsbetriebe und Steuerzahler das Fundament unserer lokalen Gemeinschaft. Das Rundschreiben der ‚Tortenbakker-Allianz‘ verdeutlicht die Sorgen und Ängste, die viele unserer lokalen Betriebe in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten umtreiben.
Vor diesem Hintergrund bekundet der Stadtrat folgenden gemeinsamen Willen:
• Anerkennung und Solidarität: Der Stadtrat nimmt die Sorgen der Gewerbetreibenden mit großem Ernst wahr. Wir stehen fest an der Seite unserer Kaufleute und erkennen ihre tägliche Leistung für eine lebendige und attraktive Stadt an.
• Gemeinsames Ziel „Lebendige Innenstadt“: Wir bekennen uns dazu, die Innenstadt als zentralen Ort der Begegnung, des Handels und der Kultur weiter zu stärken. Eine attraktive Innenstadt ist für Bürger, Betriebe und Besucher gleichermaßen von existenzieller Bedeutung.
• Dialog auf Augenhöhe: Der Stadtrat strebt einen engen und kontinuierlichen Austausch mit den Vertretern der lokalen Wirtschaft an. Wir wollen gemeinsam Lösungen entwickeln, um Bad Bevensen als vitalen Wirtschafts- und Tourismusstandort zukunftssicher aufzustellen.
• Förderung der Aufenthaltsqualität: Es ist unser gemeinsamer Wille, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Innenstadt durch Vielfalt und Attraktivität zum Verweilen einlädt und ein attraktives Umfeld für Investitionen und Innovationen bleibt.
Gespräch mit Banken suchen:
Von der Gastronomie und Hotellerie wurde zudem beklagt, dass die Kreditvergabe an die genannten Branchen äußerst schwerfällig bzw. mit nicht tragbaren Konditionen erfolgt. Daher beantragt die CDU-Fraktion Ansprechpartner der ortsansässigen Volksbank und Sparkasse in den Verwaltungsausschuss einzuladen und die Thematik zu besprechen um Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft zu finden.
Ebenfalls verabschiedet wurde dieser Antrag der SPD-Fraktion: „Der Rat der Stadt Bad Bevensen beschließt, eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe einzusetzen, die eine Förderrichtlinie für den stationären Einzelhandel und die Gastronomie erarbeitet. Die Arbeitsgruppe legt die konkreten Förderbedingungen und -kriterien fest. Als einzige bereits feststehende Voraussetzung gilt: Antragsberechtigt sind ausschließlich ortsansässige, stationäre Einzelhändler und Gastronomiebetriebe, die im Stadtgebiet Geschäftsräume oder Ladenlokale gemietet haben oder Eigentümer solcher Geschäftsräume oder Ladenlokale sind und zur Kategorie Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) imSinne der EU-Empfehlung gehören. Der Hauptsitz des Unternehmens muss sich in Bad Bevensen befinden.
Das Förderprogramm soll dazu dienen, die ortsansässigen Unternehmen in Zeiten des Strukturwandels zu unterstützen und Leerstände in der Innenstadt zu reduzieren. Der Strukturwandel wird langfristig auch die Bevenser Innenstadt massiv verändern. Wir möchten bestehende ortsansässige Unternehmenunterstützen und gleichzeitig Unternehmer fördern, die in der jetzigen Zeit investieren und sich selbstständig machen. Zusätzlich bereiten uns Leerstände in unserer Stadt Sorgen – hier gilt es aus unserer Sicht rechtzeitig zu handeln. Deshalb müssen dringend Maßnahmen eingeleitet werden, um unsere Innenstadt attraktiv zu halten. Die fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe soll dabei bewusst offen an die Ausgestaltung des Programms herangehen. Neben klassischen Investitionszuschüssen – etwa für die Erstausstattung, Grundsanierung oder Digitalisierung von Geschäftsräumen – könnte beispielsweise auch ein Mietzuschuss für das erste Betriebsjahr eine sinnvolle Fördermaßnahme sein, um Existenzgründerinnen und Existenzgründern den Einstieg zu erleichtern und neue Betriebe dauerhaft in der Innenstadt zu etablieren."
Weiterhin wünscht sich der Rat von der Bad Bevensen Marketing GmbH mehr Einsatz: Der entsprechende, mehrheitlich unterstützte Antrag der CDU dazu: „Die Vertreterinnen und Vertreter im Aufsichtsrat der Bad Bevensen Marketing GmbH werden aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass noch im laufenden Jahr zusätzliche Veranstaltungsformate zur Belebung der Innenstadt kurzfristig entwickelt und aus bestehenden personellen und finanziellen Mitteln umgesetzt werden. Dabei sind insbesondere zusätzliche Veranstaltungsanlässe in der Innenstadt zu schaffen sowie bestehende Veranstaltungen stärker mit der Innenstadt zu verzahnen oder in diese zu verlagern.
Die Ratsleute waren sich einig, dass Veranstaltungen wie das jüngst stattgefundene, sehr erfolgreiche Kinderfest sehr wohl wichtige neue Akzente für die Innenstadt setzen.
Foto: Michalzik