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SPD setzt auf Dialog und Bürgerbeteiligung beim Ausbau erneuerbarer Energien

  • Subtitle: Höver

Höver. Die SPD Bevensen-Ebstorf und die SPD im Landkreis Uelzen haben am vergangenen Donnerstag zu einem Dialogforum zu den Themen Windkraft und Photovoltaik ins Dorfgemeinschaftshaus in Höver eingeladen. Rund um die zentrale Fragen, welche Flächen betroffen sind, wie ein kontrolliertes Vorgehen gelingen kann und wie sich Bürger einbringen können, diskutierten Landratskandidat Jan Henner Putzier und Bürgermeisterkandidat Markus Krug mit den Bürgern. Andrea Kläden moderierte die Veranstaltung.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich deutlich mehr Beteiligungsmöglichkeiten bei der Planung von Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig äußerten sie berechtigte Sorgen über die massiven Veränderungen des Landschaftsbildes durch die geplanten Anlagen.

Mehr Bürgerbeteiligung ist notwendig

Markus Krug, Bürgermeisterkandidat für die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, kritisierte die bisherige Handhabung: „Die Bürgerbeteiligung ist bislang mangelhaft gewesen – das müssen wir ändern." Krug verwies auf einen konkreten Fall im Samtgemeinderat, in dem die SPD mehr Beteiligungsmöglichkeiten bei Photovoltaikanlagen gefordert hatte: „Die Mehrheit hat unseren Antrag für mehr Bürgerbeteiligung abgelehnt.“

Der Kandidat machte klar, worauf es ankommt: „Wir müssen die Bürger einbinden, bevor Entscheidungen getroffen werden, sonst verlieren wir ihr Vertrauen." Krug verwies dabei auf ein Beispiele aus seiner Arbeit als Bürgermeister in Jelmstorf. Dort hatte er für geplante Windkraftanlagen eine Bürgerbeteiligungsveranstaltung organisiert und eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Bürgerbeteiligung funktioniert: „Die Einwohner haben sich für erneuerbare Energien ausgesprochen – allerdings in einem geordneten Verfahren." Krug betonte die Wichtigkeit des Austauschs: „Viele Einwohner waren dabei und haben den Austausch aktiv gesucht – das Interesse an diesen Themen ist groß. Wir brauchen ein transparentes Vorgehen mit nachvollziehbaren Entscheidungen."

Geordnetes Verfahren mit Augenmaß erforderlich

Jan Henner Putzier, Landtagsabgeordneter und Landratskandidat, betonte die Notwendigkeit eines geordneten Verfahrens. Er sprach sich grundsätzlich für den Ausbau erneuerbarer Energien aus, warnte aber vor übereilten Entscheidungen: „Der Ausbau muss geordnet und mit Augenmaß stattfinden – die Interessen der Bürger müssen berücksichtigt werden." Putzier machte auch deutlich, dass es bei diesem Thema um konkrete Standards gehen muss: „Die 1000 Meter als Abstand müssen endlich umgesetzt werden.“

Ein großes Problem sieht Putzier in der zeitlichen Planung: „Falls die Kreisverwaltung es nicht schafft, bis 2027 das Regionale Raumordnungsprogramm fertigzustellen, hätte das dramatische Folgen." Ohne ein rechtzeitig fertiggestelltes Programm drohe eine sogenannte „Superprivilegierung", die den Ausbau unkontrolliert vorantreiben würde. Hier sieht Putzier dringenden Handlungsbedarf.

SPD setzt auf Dialog und Transparenz

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die Menschen in der Region klare Erwartungen haben: Sie wollen bei Entscheidungen von Anfang an beteiligt werden. Die SPD nimmt diese Forderung ernst und wird sich weiterhin für eine echte Bürgerbeteiligung und einen verantwortungsvollen Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen – mit Augenmaß und im Interesse der Menschen vor Ort.

Foto: privat