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Bad Bevensen setzt neues Radfahrkonzept um - Tempo 30 und Piktogramme: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

  • Subtitle: Bad Bevensen

Bad Bevensen. Sicher mit dem Fahrrad durch Bad Bevensen – das funktioniert zu allererst natürlich am besten, wenn alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen. Doch um die Situation für alle Menschen auf dem Fahrrad zu optimieren, hat die Stadt ein Radverkehrskonzept entwickelt. Und da dieses Konzept nicht nur auf dem Papier wirksam sein soll, wird es nun in die Tat umgesetzt.

Im Rahmen des Konzepts wurden in enger Abstimmung mit der Landesstraßenbehörde, der Verkehrsbehörde des Landkreises, der Polizei und der Stadtverwaltung Bad Bevensen sowie dem Fahrradbeauftragten der Stadt, Rüdiger Schlechter, Maßnahmen erarbeitet, die nun verwirklicht werden. So werden neue Verkehrssituationen geschaffen, die nicht nur die Menschen auf dem Fahrrad betreffen. Ein genereller Punkt ist die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht im gesamten Stadtgebiet. Das heißt: die Radfahrenden müssen zukünftig auf der Straße fahren, auch an vielen Stellen wo es bisher die Möglichkeit gab, einen Fuß- / Radweg zu nutzen. Um dies optisch zu verdeutlichen, werden Fahrbahnmarkierungen in Form von Fahrrad-Piktogrammen an den Ortseingängen und an den Knotenpunkten Göhrdestraße aufgebracht. Damit verlieren die gestrichelten Schutzstreifen-Linien auf der Medinger Straße ihre Funktion, da das Prinzip nun auf allen Straßen des Kurortes gilt. Kinder unter zehn Jahren sollen natürlich auch künftig den Bürgersteig benutzen dürfen, Kinder unter acht Jahren müssen ihn benutzen.

Eine neue Verkehrssituation wird im Bereich Schützenholz entstehen: das Tempo auf der Landesstraße 252 / Göhrdestraße wird auf 30 Stundenkilometer reduziert, da sich dieser Abschnitt als besonders sensibel dargestellt hat. In absehbarer Zeit wird dann auch die Fußgängerfurt an der Ampel „Göhrdeapotheke“ in Richtung Demminer Allee versetzt. Ebenfalls versetzt werden zwei Ortstafeln. Dadurch liegt die Ampel an der Demminer Allee zur Klein Bünstorfer Straße künftig noch außerhalb der geschlossenen Ortschaft. Die Ortschaft beginnt kurz vor der Einmündung Heidestraße. Das Ortsschild Römstedter Straße wird bis zum Lönsweg / Fuhrenkamp hinein verlegt. Bis zu den jeweiligen Ortstafeln beträgt die Geschwindigkeit 60 Stundenkilometer. Radfahrende sollen in den dann außerhalb des Ortes liegenden Abschnitten die Radwege nutzen können.

„Die ersten Maßnahmen sind seitens der Stadt Bad Bevensen bereits erfolgt“, schildert Bauamtsleiter Oliver Willing. So wurde die Bordsteine an der Heidestraße, der Brückenstraße und der Römstedter Straße abgesenkt und die Wege rot gepflastert, damit erkennbar ist, wann mit dem Rad zwischen Radweg und Straße gewechselt werden soll. Kurzfristig werden nun die weiteren Maßnahmen der jeweils zuständigen Behörden und Meistereien umgesetzt.

„Wir freuen uns auf einen schönen Fahrradsommer“, sagt Stadtdirektor Martin Feller. Abgeschlossen ist die Umsetzung des Radverkehrskonzept mit diesen Maßnahmen allerdings noch nicht. Auf dem Plan stehen noch mehr sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, die Einführung von Fahrradstraßen und die Verbesserung von Querungsmöglichkeiten. Und: Auch die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ist dabei, ein Radverkehrskonzept zu erstellen. Feller: „Die Fertigstellung ist zum Ende des Jahres geplant.“

Foto: Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf