Ideen für die Optimierung des Uelzener Stadtbusverkehrs vorgestellt - Hansestadt will Linienführung, Anschlüsse und Angebot verbessern
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Uelzen. Im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz der Hansestadt Uelzen wurden am 20. August erste Ideen zur Verbesserung des Stadtbusverkehrs vorgestellt. Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit dem Fachbüro Planersocietät aus Dortmund Überlegungen zur Weiterentwicklung von Linienführung und Verkehrsangebot erarbeitet und präsentiert. Ziel der Hansestadt ist, die Linienführung und das Verkehrsangebot zu optimieren, die Fahrgastzahlen zu steigern und das Angebot verständlicher zu machen. Dazu gehören bessere Umstiegsmöglichkeiten, kurze Wege sowie eine abgestimmte Ergänzung des regionalen ÖPNV. Gleichzeitig werden die betrieblichen und finanziellen Ressourcen berücksichtigt.
In die Überlegungen sind auch Anregungen aus einer Fahrgastbefragung Anfang 2026 eingeflossen: Ein klares und verständliches Liniennetz, schnellere Verbindungen im Stadtgebiet, bessere Anschlüsse sowie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit waren den Teilnehmenden besonders wichtig.
Für einen ersten Schritt wurde folgendes Szenario vorgestellt, das den Fokus auf nachfragestarke Linienabschnitte legt:
- Linie 1 Oldenstadt/Oldenstadt-West: Die Fahrzeiten sollen um 15 Minuten versetzt werden. Dadurch soll über die Linie 5 ein Anschluss an den Bahnhof ermöglicht werden. Ein Umstieg von der Linie 1 auf die Linie 5 in Richtung Holdenstedt/Veerßen ist am Rathaus vorgesehen.
- Linien 2 Stern/Klinikum und 5 Holdenstedt/Veerßen Die Linie 5 soll zukünftig nicht mehr den Königsberg anfahren und direkt zum Rathaus durchfahren. Dadurch entsteht ein Fahrzeitpuffer, der es ermöglicht die Linie bis zum Bahnhof zu verlängern. Dafür übernimmt die Linie 2 dann den Königsberg, wird also über die Station Rathaus hinaus in den Königsberg fahren.
- Linien 3 Groß Liedern/Zehn Eichen und 6 Hafen/Molzen: Diese Linien bleiben zunächst unverändert.
- Linie 4 Westerweyhe/Kirchweyhe: Für diese Linie sind größere Veränderungen vorgesehen. Ziel ist eine deutliche Beschleunigung mit kürzeren Reisezeiten und übersichtlicher Linienführung. Der Bereich Breidenbeck soll künftig nicht mehr durch den Stadtbus, sondern ausschließlich durch den bestehenden Regionalbusverkehr bedient werden. Außerdem soll die Schleife um den Hainberg entfallen. Die Linie 4 soll künftig den Bahnhof anfahren und damit einen Anschluss an den Zugverkehr ermöglichen.
Auch das Samstagsangebot soll ausgeweitet werden. Empfohlen wird, von Montag bis Samstag ein einheitliches Fahrplanangebot anzubieten. Dafür sollen die Fahrzeiten samstags bis etwa 20 Uhr verlängert werden. Derzeit fahren die Busse samstags nur bis etwa 14 Uhr.
Langfristiger Ausblick
Für die grundlegende Weiterentwicklung des Liniennetzes ab frühestens 2030 sind drei Ebenen vorgesehen: ein Hauptnetz in Ost-West-Richtung mit einem 30-Minuten-Takt, ein Nebennetz in Nord-Süd-Richtung mit einem 60-Minuten-Takt sowie ein bedarfsgerechtes Ergänzungsnetz mit Kleinbussen für die übrigen Stadtteile. Geprüft werden soll auch, ob und unter welchen Rahmenbedingungen der Stadtbusverkehrs kostenlos angeboten werden könnte.
Die erarbeiteten Ideen sind Grundlage dafür, mit den politischen Gremien ins Gespräch zu kommen und die Vorschläge weiter zu diskutieren.
Foto, Grafik: Planersocietät