Wirtschaftsförderung: Uelzen entwickelt strategische Leitlinien
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Uelzen. Wie soll Uelzen seinen Wirtschaftsstandort künftig gezielt stärken? Mit dieser Frage befasst sich seit Juni eine Arbeitsgruppe Wirtschaftsförderung der Hansestadt Uelzen. Dem Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung wurde gestern, Montag, 24. August, ein erster Zwischenstand vorgestellt.
Ausgangspunkt waren zwei politische Anträge von CDU und SPD aus Oktober 2025 zur künftigen Ausrichtung und Stärkung der Wirtschaftsförderung. Die CDU-Fraktion beantragte die Gründung eines Eigenbetriebs „WIU – Wirtschafts- und Innovationsagentur Uelzen“ zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Die SPD-Fraktion legte den Antrag „Den Wirtschaftsstandort stärken – Uelzen zukunftsfest gestalten“ vor. Der Ausschuss hatte im April empfohlen, die komplexen Fragestellungen in einem strukturierten, fachlich begleiteten Prozess zu bearbeiten. Der Verwaltungsausschuss beschloss daraufhin die Einrichtung der Arbeitsgruppe (PM Hansestadt vom 28.4.26). Beteiligt sind Politik, Verwaltung und Uelzen aktiv. Fachlich und moderierend begleitet Markus Wessel von ExperConsult aus Dortmund den Prozess.
In den bisherigen Workshops wurden die bestehenden Strukturen analysiert und mögliche Ziele und Handlungsfelder entwickelt. Im Mittelpunkt stehen derzeit regionale Energie und Wertschöpfung, Gewerbeflächen, die aktive Vermarktung von Flächen sowie Unternehmensservice und Netzwerke. Welche neuen Flächen für Gewerbe künftig entwickelt werden könnten, soll im weiteren Prozess geklärt werden.
Auch eine mögliche Ansiedlungsstrategie wird diskutiert. Im Fokus stehen derzeit Bioökonomie und Lebensmittel, Spezialmaschinen, Green Data Centers, Wertschöpfungs-Logistik sowie KMU-Nachfolge und Handwerk. Künftige Ansiedlungen sollen anhand klarer Kriterien bewertet werden – insbesondere mit Blick auf ihre fiskalische Wirkung und damit auf die Gewerbesteuereinnahmen.
Die vorgestellte Präsentation bildet einen Zwischenstand des laufenden Arbeitsprozesses ab. In den nächsten Schritten werden die bisherigen Ansätze weiter geschärft und auch auf Umsetzbarkeit und Ressourcenbedarf vertieft geprüft.
Foto (Gö-Flug): Hansestadt Uelzen