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Co-Working und Gewerbeflächen: Neues Leben für die Alte Post am Hundertwasserbahnhof

  • Subtitle: Uelzen

Uelzen. Das alte Postgebäude an der Zufahrt zum Hundertwasserbahnhof dürfte jedem Uelzener ein Begriff sein. Der Auffällige Bau mit den markanten Säulen führte in den vergangenen Jahren ein Schattendasein - zumindest von außen. Hinter den Kulissen arbeitet die IMMOHANSA Immobilien GmbH & Co. KG, die das Gebäude 2020 gekauft hat, intensiv, um dem Top-Standort neues Leben einhauchen. Moderne Büroflächen und Gastronomie sollen dort entstehen.

Aber wieso hat das alles so lange gedauert? Die Uelzener Nachrichten fragten bei IMMOHANSA nach. Hauptproblem, erklärt das Unternehmen: die Arbeiten an den beiden Bahnunterführung Sternstraße und Bahnhofstraße. Das Gebäude war zeitweise nur noch fußläufig erreichbar - undenkbar, dort Maschinen und Material anzuliefern.

Parallel dazu gab es von 2020 bis 2022 eine Zwischenvermietung, die leider nicht nur positive Erfahrungen mit sich brachte, so das Adendorfer Immobilienunternehmen, das bereits mehrere große Projekte in Uelzen realisierte, unter anderem die Sanierung der Villa Hoefft.

Für die alte Post wurde der Bauantrag 2022 eingereicht, und seitdem lief eine intensive Abstimmung mit der Deutschen Bahn, der Hansestadt Uelzen und weiteren öffentlichen Trägern - unter anderem zu Fluchtwegen, Brandschutz und Löschmaßnahmen für E-Fahrzeuge:  „Am Ende waren es über vier Jahre Bauantragsverfahren, bis jetzt endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.“

Ein festes Bezugsdatum kann aktuell noch nicht genannt werden, da zunächst die endgültige Baugenehmigung vorliegen muss: „Wir rechnen damit, dass sie im Herbst 2026 final erteilt wird. Außerdem soll in Kürze eine der beiden Bahnbrücken fertiggestellt werden, sodass das Gebäude dann zumindest von einer Seite wieder erschlossen ist. Sobald die Genehmigung da ist, können wir einen konkreten Zeitplan für den Bezug nennen.“

Geplant ist ein Mix aus Co-Working und Flächen zur festen Miete:. Im Erdgeschoss entstehen zwei Gewerbeflächen (Büro/Praxis und Gastro) mit jeweils rund 100 Quadratmetern, im Obergeschoss rund 500 Quadratmeter Bürofläche, die sich beispielsweise für moderne Co-Working-Konzepte eignen. Es wird also kein reines Co-Working-Haus, sondern ein Nutzungsmix aus klassischen Gewerbeflächen und flexibel nutzbarer Bürofläche: „Darüber hinaus sind wir offen für weitere Nutzungsmöglichkeiten und gestalten die Flächen gerne individuell für beziehungsweise gemeinsam mit dem zukünftigen Mieter.“

Das IMMOHANSA-Team ist davon überzeugt, dass Uelzen den Bedarf an Co-Working hat: „Die ‚Alte Post‘ liegt direkt am Bahnhof, der durch die Hundertwasser-Gestaltung ohnehin schon ein Anziehungspunkt ist, und ist damit sehr gut angebunden. Unser Ziel ist es, aus dem Gebäude wieder einen lebendigen Ort und ein neues Wahrzeichen Uelzens zu machen, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet. Genau dieses Zusammenspiel aus historischer Substanz, zentraler Lage und modernem Nutzungskonzept macht den Standort aus unserer Sicht auch für Co-Working attraktiv.“

Grafik (IMMOHANSA): So soll die alte Post am Bahnhof nach der Sanierung aussehen