Zum Hauptinhalt springen

Neuer Fahrplan der Bahn: Uelzen als Halt für Abend-ICE Hamburg-Frankfurt gestrichen

  • Subtitle: Uelzen

Uelzen. Wegen der hohen Nachfrage startet laut der Bahn ein neuer Nacht-ICE von Hamburg nach Stuttgart. Schlechte Nachricht für uns: Beim abendlichen ICE von Hamburg nach Frankfurt und Wiesbaden entfallen die Halte in Lüneburg und Uelzen, so die DB bei der Vorstellung des neuen Fahrplans.

Die Deutsche Bahn (DB) bietet im Fahrplan 2027 neue Verbindungen und mehr Fahrten ins Ausland an. Die Preise bleiben stabil. Pendler und Reisende, die als Gruppe mit der Bahn fahren, profitieren dabei von neuen günstigen Konditionen. Bereits Anfang Oktober hatte die DB angekündigt, das Familienticket dauerhaft einzuführen. Der Fahrplan 2027 tritt am 13. Dezember in Kraft. Tickets sind ab dem 14. Oktober über bahn.de, den DB Navigator sowie in Reisezentren und Agenturen erhältlich.  

„In Zeiten teurer Kraftstoffe bleibt die Bahn eine gute und günstige Alternative zu Auto und Flugzeug. Der Fahrplan 2027 ist ein starkes Angebot für alle. Wir bieten schnelle Sprinter zwischen den Metropolen, Fernverkehr bis in die Fläche und mehr Verbindungen nach Europa“, sagt Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr.

Hamburg: Neue Sprinter nach München, auch direkt nach/von Saarbrücken

Zwischen Hamburg und München verkehren ab dem Fahrplanwechsel neu dreimal pro Tag und Richtung ICE-Sprinter mit Halt nur in Hannover und Nürnberg. Zusätzlich zu den bestehenden stündlichen Verbindungen mit mehr Halten sind die neuen Sprinter in einer Rekord-Reisezeit von nur 5:20 Stunden rund 20 Minuten schneller unterwegs. Abfahrt in Hamburg neu um 7.23, 11.23 und 15.23 Uhr, in Hannover um 8.41, 12.41 und 16.41 Uhr. Die Abfahrt in München erfolgt um 7.15, 13.15 und 17.15 Uhr.

Die Sprinter Hamburg–Hannover–Frankfurt verkehren künftig baubedingt mit neuen Abfahrt- und Ankunftszeiten: ab Hamburg um 8.21, 12.21 und 16.21 Uhr, Ankunft in der Hansestadt um 11.35, 15.36, 19.36 sowie weiterhin um 21.37 Uhr. 

Ganz neu ist einmal täglich die Verlängerung der Sprinter Hamburg–Frankfurt bis nach Saarbrücken über Mannheim und Kaiserslautern. Abfahrt in Saarbrücken ist um 9.27 Uhr; Ankunft in Hamburg um 15.36 Uhr. In der Hansestadt startet der Zug um 16.23 Uhr und kommt um 22.38 Uhr in Saarbrücken an. Die Pfalz und das Saarland sind dadurch künftig rund 30 Minuten schneller zu erreichen als bislang mit mindestens einem Umstieg.

Für Flensburg, Schleswig und Neumünster verschieben sich die Abfahrtzeiten der Sprinter-Verbindung von/nach Frankfurt: Ab Flensburg fährt der ICE um 14.16 Uhr nach Frankfurt Hbf (19.56 Uhr) und neu bis nach Saarbrücken, in der Gegenrichtung erreicht der ICE aus Frankfurt Flughafen und Frankfurt Hbf (8.03 Uhr) Flensburg um 13.25 Uhr.

Ab 14. August gilt wegen Baumaßnahmen zwischen Kassel und Frankfurt ein Ersatzkonzept für die Achse Hamburg–Hannover–Stuttgart/Frankfurt.

Wegen der Baustelle an den Hamburger Elbbrücken muss zwischen Hamburg und Köln im kommenden Fahrplanjahr ein Sprinter pro Tag und Richtung entfallen. Die Sprinter, die zwischen Hamburg und Essen nonstop unterwegs sind, fahren bis 13. August um 10.09 und 14.09 Uhr ab Hamburg, danach wieder um 8.09 und 14.09 Uhr. Ab Köln fahren die Züge weiterhin um 12.11 und 16.13 Uhr. Jeweils einmal täglich verkehren die Sprinter weiterhin bis/ab z.B. Bonn, Koblenz, Mainz und Frankfurt Hbf. An den aufkommensstarken Tagen Freitag und Sonntag wird neu ein ICE-angeboten: Von Hamburg geht es neu um 18.09 Uhr nach z.B. Düsseldorf und Köln (21.45 Uhr). 

Attraktive Direktverbindungen nach Amsterdam, häufiger nach Dänemark

2027 fahren täglich bis zu vier ICE direkt zwischen Hamburg Hbf und Amsterdam. Wegen der Korridorsanierung Hannover–Berlin wird die Direktverbindung Berlin–Amsterdam über Hamburg umgeleitet. Die Züge starten um 7.11, 13.07 und 17.08 Uhr in Hamburg Hbf. Ein vierter ICE nach Amsterdam hält um 10.53 Uhr in Bergedorf bzw. um 11.18 Uhr in Hamburg Harburg. In der Gegenrichtung erreichen die ICE Hamburg Hbf um 10.48, 14.48 und 20.48 Uhr, ein weiterer ICE aus Amsterdam erreicht Hamburg-Harburg um 16.36 und Bergedorf um 17.02 Uhr.

Auf der beliebten internationalen Verbindung Hamburg–Schleswig–Kopenhagen verkehren ab März 2027 sieben ECE-Zugpaare (Hin- und Rückfahrt) täglich, also ein Zugpaar mehr außerhalb der Saison als bislang: Abfahrt ab Hamburg dann ganzjährig etwa alle zwei Stunden neu ab 7.04 bis 18.48 Uhr, Abfahrt in Kopenhagen zweistündlich 6.13 bis 18.13 Uhr. Darunter sind jeweils auch die zwei täglichen Direktverbindungen Kopenhagen–Prag über Hamburg und Berlin. Neu werden in Flensburg bis zu drei saisonale Zugfahrten pro Tag und Richtung zwischen Hamburg und Kopenhagen halten können.

Weitere Änderungen für Schleswig-Holstein

Fahrzeugbedingt entfallen müssen die zweistündlichen Intercity Flensburg–Padborg–Fredericia, weil die bislang dort eingesetzten Züge der DSB in Deutschland nicht mehr zugelassen sind.

In Büchen halten künftig bis zu fünf Mal pro Tag und Richtung Züge einer Shuttle-Linie Hamburg–Berlin, statt bislang nahezu zweistündlich ICE von/nach München. Hintergrund sind die begrenzten Trassenkapazitäten auf dieser zunehmend dichter belegten Strecke. 

Hamburg–Lüneburg–Hannover von/nach Süddeutschland: neuer Nacht-ICE und kleinere Änderungen

Aufgrund der hohen Nachfrage führt die DB einen neuen Nacht-ICE aus Hamburg nach Stuttgart ein. Abfahrt in Altona ist um 23.45 Uhr, in Hamburg Hbf um 0.06 Uhr und in Lüneburg um 0.42 Uhr. In Kassel kommt der Zug um 5.32 Uhr, in Frankfurt um 7.14 Uhr und Stuttgart um 8.38 Uhr an.

Es müssen die Halte in Lüneburg um 20.55 Uhr und Uelzen um 21.11 Uhr in einem abendlichen ICE aus Hamburg nach u.a. Hannover, Göttingen, Frankfurt und Wiesbaden ganzjährig entfallen. Der Zug ist dadurch insgesamt 50 Minuten schneller von Hamburg nach Frankfurt unterwegs.

Auch für Bremen bis zu vier Mal täglich nach Amsterdam 

Die umgeleiteten Direktverbindungen Berlin–Hamburg–Amsterdam halten ganzjährig auch in Bremen Hbf. Abfahrt in die niederländische Hauptstadt ist um 8.11 Uhr, 12.10 Uhr, 14.11 Uhr und 18.11 Uhr, Ankunft aus Amsterdam in Bremen um 9.47 Uhr, 13.47 Uhr, 15.47 Uhr und 19.47 Uhr. Die ICE Bremen–Hannover–Berlin verkehren 2027 baubedingt nur im Abschnitt Bremen–Hannover bzw. zweimal täglich auch bis/ab Wolfsburg. Die Fahrzeit Bremen–Berlin verlängert sich trotz des Umwegs über Hamburg nur um 15 Minuten.

Einzelne Züge an die Nord- und Ostsee können wegen der umgeleiteten Amsterdam-Züge im Fahrplanjahr 2027 nicht in Bremen halten, so ein ICE aus NRW nach Greifswald (bislang ab Bremen 15.53 Uhr) und ein ICE aus Greifswald (an Bremen 12.11 Uhr). Auch der ICE aus Westerland (Sylt), bislang Ankunft in Bremen täglich um 14.11 Uhr, kann temporär nicht in Bremen halten.

Wegen schwacher Nachfrage am Tagesrand entfällt zudem ein ICE früh nach NRW und Süddeutschland, abends in der Gegenrichtung: Abfahrt in Hamburg bislang um 4.41 Uhr, in Bremen um 5.40 Uhr und in Osnabrück um 6.37 Uhr bzw. Ankunft in Osnabrück um 22.11, Bremen 23.14 und Hamburg um 0.21 Uhr. An den aufkommensstärkeren Reisetagen Freitag und Sonntag fährt stattdessen neu ein ICE ab Köln um 20.02 Uhr über u.a. Düsseldorf, Gelsenkirchen und Münster nach Osnabrück (Ankunft 22.21 Uhr), Bremen (23.15) und Hamburg (0.16 Uhr).

Bremen und Oldenburg baubedingt mit veränderten Durchbindungen 

Die Intercity-Linie Norddeich Mole/Emden–Oldenburg–Bremen–Hannover–Magdeburg–Leipzig kann wegen der Korridorsanierung Hannover–Berlin im kommenden Fahrplanjahr nur im Abschnitt Ostfriesland–Hannover verkehren 

Bremen und Hannover bleiben ganzjährig mindestens stündlich mit dem Fernverkehr verbunden. Bestehen bleibt auch die ICE-Verbindung ab Oldenburg um 4.40 Uhr und Delmenhorst nach Hannover, Frankfurt und neu Stuttgart statt Karlsruhe und in der Gegenrichtung nach Delmenhorst und Oldenburg (Ankunft um 23.26). Neu morgens wieder mit Halt um 5.52 Uhr in Nienburg (Weser) bzw. wieder um 5.35 Uhr in Verden (Aller) in Richtung Hannover/Frankfurt bzw. in der Gegenrichtung mit Ankunft um 22.11 Uhr in Nienburg und 22.28 in Verden.

Weitere größere Baumaßnahmen im Bundesgebiet führen zudem dazu, dass die vierstündlichen ICE Bremen–Hannover–Frankfurt–Stuttgart vom 13. März bis zum 2. April nur im Abschnitt Bremen–Hannover–Frankfurt sowie vom 15. Mai bis zum 9. Juli nur zwischen Bremen und Hannover verkehren können. Im Fernverkehrsknoten Hannover besteht Anschluss auf Fernverkehrsverbindungen in alle Regionen Deutschlands.

Osnabrück und Bad Bentheim: baubedingt längere Fahrzeiten nach/aus Berlin und Reduktionen 

Durch die Korridorsanierung zwischen Hannover und Berlin ändert sich das Angebot auch für Osnabrück und Bad Bentheim. Zwischen Hannover, Bünde, Osnabrück Hbf, Rheine, Bad Bentheim und Amsterdam verkehren mehrheitlich noch zwei statt sieben ICE pro Tag. Bis zu vier weitere ICE je Richtung zwischen Berlin und Amsterdam verkehren täglich über Bad Bentheim, Rheine, Osnabrück Altstadt und u.a. Bremen und Hamburg mit einer rund 60 Minuten längeren Fahrzeit von/nach Berlin. Wegen weiterer Baumaßnahmen in Nordrhein-Westfalen können vom 10. Juli bis 15. Oktober nur die umgeleiteten Züge via Hamburg von/nach Berlin verkehren, die Züge zwischen Amsterdam/Münster, Osnabrück und Hannover müssen entfallen.

Baubedingt nicht bis Berlin, sondern bis Wolfsburg bzw. Hannover verkehren zudem drei weitere direkte ICE-Fahrten pro Tag und Richtung zwischen NRW, Münster, Osnabrück Hbf und Hannover: je ein ICE morgens aus Münster nach Hannover mit Abfahrt in Osnabrück um 6.52 Uhr bzw. abends in Gegenrichtung mit Ankunft in Osnabrück um 21.07 und in Münster um 21.33 Uhr, sowie zwei ICE pro Tag und Richtung zwischen NRW und Hannover/Wolfsburg via Osnabrück und Münster.

Wegen Korridorsanierung: weniger ICE und langsamer zwischen Hannover und Berlin

Aufgrund der Korridorsanierung verkehren aus/nach Richtung Nordrhein-Westfalen zwischen Hannover und Berlin drei Fernverkehrszüge pro Richtung im Zeitraum von zwei Stunden sowie weitere Einzelverbindungen. Die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin verlängert sich durch die Umleitung via Magdeburg um bis zu 80 Minuten. In Braunschweig und Magdeburg halten die ICE mindestens stündlich, in Potsdam zweistündlich. 

Die Mehrzahl der ICE Direktverbindungen Berlin–Hannover–Amsterdam wird großräumig über Hamburg umgeleitet. Zwischen Hannover und Amsterdam verkehren ganzjährig noch zwei Direktverbindungen pro Tag und Richtung: ab Hannover um 9.56 und 15.56 Uhr, ab Amsterdam um 8.00 und 14.00 Uhr.

Wegen hoher Auslastung der Umleitungsstrecke über Magdeburg kann die Intercity-Linie Norddeich Mole–Bremen–Hannover–Leipzig ganzjährig nur zwischen Ostfriesland und Hannover fahren. Für Helmstedt entfallen dadurch im Fahrplanjahr 2027 sämtliche Intercity-Halte. Die IC-Linie zwischen Nordrhein-Westfalen, Hannover, Braunschweig, Magdeburg und Dresden verkehrt zwischen Hannover und NRW bzw. zwischen Magdeburg und Dresden. 

Auch Braunschweig, Wolfsburg und Helmstedt mit Baueinschränkungen 

Durch die Korridorsanierung ändert sich auch das Fahrplanangebot für Braunschweig: Einerseits erhält Braunschweig im Fahrplan 2027 ganzjährig mindestens stündlich ICE-Direktverbindungen nach/aus NRW, z.B. Köln, Düsseldorf, Essen und Bielefeld. Gleichzeitig verlängern sich die Fahrzeiten nach/aus Berlin aufgrund der erforderlichen Umleitung um bis zu 80 Minuten. Die zweistündlichen Direktverbindungen via Stendal von/nach Berlin müssen entfallen.

In/aus Richtung Süden fahren Reisende aus Braunschweig mit der zweistündlichen ICE-Linie via Hildesheim, Göttingen, Kassel und Frankfurt (Main). Diese Linie verkehrt ganzjährig südlich von Braunschweig bzw. vielfach auch bis/ab Wolfsburg. In/aus Richtung Westen verkehren für Wolfsburg noch eine Zugfahrt pro Tag und Richtung via Hannover nach/aus NRW und drei Zugpaare via Hannover von/nach Bremen. Zwischen Berlin und Wolfsburg bestehen aufgrund der Korridorsanierung ganzjährig Umsteigeverbindungen via Braunschweig.

Die ICE-Linie aus der Schweiz nach Berlin entfällt baubedingt für Göttingen, Hildesheim und Braunschweig, da sie ganzjährig großräumig über Erfurt umgeleitet werden muss.

Weitere Änderungen für Göttingen und Hildesheim

In Braunschweig startet ein früher ICE neu bereits um 4.59 Uhr, in Hildesheim um 5.21 Uhr und in Göttingen um 5.52 Uhr nach Frankfurt und Stuttgart (statt bislang erst ab Kassel). Auch in der Gegenrichtung fährt neu statt ab Kassel bereits ab Frankfurt (6.04 Uhr) und Fulda ein ICE nach Göttingen, Hildesheim, Braunschweig (Ankunft 8.59 Uhr) und Wolfsburg (9.19 Uhr).

Weitere temporäre Baueinschränkungen 

Auch 2027 wird auf der Schiene auf Rekordniveau gebaut. Die Angebotseinschränkungen während der Baumaßnahmen minimiert die DB durch bestmögliche Ersatzkonzepte. Trotzdem sind leider immer wieder temporär veränderte Ziele, längere Fahrzeiten und reduzierte Verbindungen nicht zu vermeiden. Für die größten Baustellen ist das veränderte Angebot zum Buchungsstart bereits in der Fahrplanauskunft berücksichtigt. 

So können unter anderem vom 10. Juli bis zum 15. Oktober baubedingt keine ICE zwischen Osnabrück und Hannover verkehren. Auf der Strecke Hamburg–Berlin verlängern sich ab 16. Oktober die Fahrzeiten um 35 bis 45 Minuten wegen Baumaßnahmen im Bahnhof Berlin-Spandau.

Verbesserte Angebote für Familien, Gruppen und Pendler

Die DB führt das im Sommer erfolgreich gestartete DB Familienticket dauerhaft ein. Ab dem 26. Oktober ist es wieder buchbar, erster Reisetag ist der 1. November. Für 99,99 Euro können bis zu fünf Personen deutschlandweit mit dem Fernverkehr in der 2. Klasse hin und zurück reisen, die Sitzplatzreservierung ist bereits inklusive.

Auch Pendlerinnen und Pendler profitieren: Ab dem 21. Oktober werden Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo um 25 Prozent günstiger. Zudem vereinfacht die DB ihr Zeitkartenangebot und bietet Streckenzeitkarten künftig ausschließlich ohne Abo an. Für Gruppenreisende werden die Online-Services erweitert. So können Gruppen den Sparpreis Gruppe nun für eine bessere Reiseplanung auch online für bis zu 14 Tage unverbindlich reservieren.

Foto: Michalzik