Der letzte Degu
- Subtitle: Uelzen
Uelzen. Der Fall hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt: Im April 2024 holten Mitarbeiter des Tierheims Uelzen und des Veterinäramts des Landkreises insgesamt 630 Degus aus katastrophalen Haltungsbedingungen in einer kleinen Wohnung. Auf 19 viel zu kleine Käfige verteilte sich die Schar, manche von ihnen mussten schon seit längerer Zeit auf und neben ihren toten Geschwisterchen ausharren.
Jedes Tier wurde damals einzeln begutachtet und, nach Geschlecht getrennt, in eilends dafür hergerichteten Zimmern im Tierheim untergebracht. Die kleinen Nager begannen sofort, aus Heu und Stroh zu bauen, ihre kleinen Häuschen zu beziehen und ihre neue Umgebung zu inspizieren. Am großen Laufrad entstand teils dichtes Gedränge.
Viele, viele der kleinen Nager wurden in liebevolle Hände abgegeben. Einige der geretteten Tiere starben eines natürlichen Todes (Lebenserwartung 5 bis 9 Jahre).
Bei einem weiteren großen Einsatz in diesem wurden erneut viele Degus von den Uelzener Tierschützern gerettet - diese Nager wären sonst als Zoofutter geendet.
Aus diesem Einsatz sucht noch ein letzter Uelzener Degu ein liebevolles Zuhause: „Seine Partnertiere sind leider verstorben. Degus sind hochsoziale Tiere und dürfen niemals alleine leben – deshalb braucht der kleine Kerl jetzt so schnell wie möglich Anschluss an ein eigenes, liebevolles Degu-Rudel.
Er war beim Tierarzt und wurde komplett durchgecheckt: topfit, gesund und bereit fürs neue Abenteuer. Jetzt fehlt nur noch eine passende Gruppe oder mindestens ein neuer Degu-Freund, damit er nicht alleine bleibt“, teilt das Tierheim Uelzen mit (https://www.tierheimuelzen.de/): „Wenn ihr ihm ein schönes, artgerechtes Zuhause schenken könnt, meldet euch bitte direkt beim Tierheim Uelzen!“
Degus sind aus Chile stammende Nagetiere, die reine Pflanzenfresser sind.
Beispielfoto: Tierheim Uelzen