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Uelzen: Verwaltungsausschuss empfiehlt Kommunalen Wärmeplan

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Uelzen. Der Uelzener Verwaltungsausschuss hat den Kommunalen Wärmeplan der Hansestadt beraten und dem Rat zur Beschlussfassung am 2. März empfohlen. Der Plan beschreibt, wie die Wärmeversorgung bis 2040 klimaneutral, zuverlässig und bezahlbar gestaltet werden kann, und schafft damit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für das Stadtgebiet.

„Die Wärmeversorgung ist eine der zentralen Zukunftsfragen für unsere Stadt“, betont Bürgermeister Jürgen Markwardt. „Der Kommunale Wärmeplan gibt Orientierung: Welche Technologien sind sinnvoll, welche Gebiete eignen sich für gemeinsame Netze, wo braucht es dezentrale Lösungen?“ Der Plan bündelt Analysen, macht Potenziale sichtbar und benennt konkrete Handlungsfelder.

Untersuchungen zeigen, dass insbesondere in der Uelzener Innenstadt, im südlichen Bereich entlang des Ostrings und in Teilen des Sterngebiets eine hohe sogenannte Wärmeliniendichte vorliegt. Das bedeutet, dass dort auf engem Raum viel Wärme benötigt wird. Diese Bereiche werden deshalb als Wärmenetzeignungsgebiete eingestuft. Perspektivisch könnte hier ein effizientes und treibhausgasneutrales Wärmenetz aufgebaut werden. „Ein besonderes Augenmerk würde hierbei auf eine sensible Umsetzung gelegt werden, um Beeinträchtigungen für den Einzelhandel so gering wie möglich zu halten“, so Markwardt.

Für das Uelzener Industrie- und Gewerbegebiet Nord soll eine gemeinsame Wärmeversorgung auf Basis industrieller Abwärme und erneuerbare Wärmenutzung geprüft werden. „Uelzen verfügt über überdurchschnittlich hohe Abwärmepotenziale. Wenn sie klug und vernetzt genutzt werden, können örtliche Unternehmen und die Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern von der Wärmewende profitieren“, bestätigte das begleitende Fachbüro Averdung. Das schaffe Planungssicherheit für die Bürgerschaft und Unternehmen und fördere regionale Wertschöpfung.

In dezentral geprägten Gebieten, in denen voraussichtlich kein Wärmenetz entstehen wird, empfiehlt der Plan vorrangig die Umstellung auf Wärmepumpen. Ergänzend sind Beratungsangebote für die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger vorgesehen.

Der Kommunale Wärmeplan wurde unter Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt. Zuletzt wurde der Entwurf am 6. Oktober 2025 im Rathaus sowie online vorgestellt. Im Anschluss lag der Plan öffentlich aus. Die Kosten für die Erstellung des Wärmeplans belaufen sich für die Hansestadt auf rund 60.000 Euro.

Weitere Informationen sowie Antworten auf häufige Fragen zur Wärmeplanung und zum Gebäudeenergiegesetz sind auf der städtischen Website zu finden unter
www.hansestadt-uelzen.de/waermeplanung.

Symbolgrafik: Adobe Stock