Archäologie aus der Luft: Moderne Technik deckt Uelzens Vergangenheit auf
- Subtitle: Uelzen
Uelzen. Was verbirgt sich in den Wäldern rund um Uelzen? Welche Spuren früherer Nutzung liegen noch heute im Boden – verborgen, aber nicht verschwunden? Antworten gibt der Luftbildarchäologe Hans-Dieter Freese am Dienstag, 17. März, um 18.30 Uhr im Ratssaal im Uelzener Rathaus. Der Eintritt ist frei.
Freese ist ehrenamtlicher Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege und wertet seit vielen Jahren lasergestützte Geländedaten aus. Dabei erfasst ein Laserscanner aus der Luft Millionen Messpunkte. Das Ergebnis: Ein digitales Höhenmodell, das selbst unter dichtem Wald verborgene Strukturen sichtbar macht. Freese zeigt, was sich mit dieser Technik erkennen lässt: alte Wegetrassen, Gebäudereste, Ackerbeete, Bienenzäune, Grabhügel und viele weitere Relikte der historischen Kulturlandschaft im Raum Uelzen.
Ein Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der frühneuzeitlichen Schafhaltung. Im westlichen und südwestlichen Landkreis findet sich eine deutschlandweit außergewöhnliche Dichte an Geländedenkmälern dieser Wirtschaftsform. Über Jahrhunderte prägte sie Landschaft und Lebensweise. Ohne sie wäre die Entwicklung der Kulturlandschaft der Lüneburger Heide nicht denkbar.
Die Veranstaltung ist zugleich ein Beitrag zum „Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums der Vereinten Nationen 2026“ und wird von der Stadt- und Kreisarchäologie Uelzen organisiert.
Darstellung (Stadt- und Kreisarchäologie Uelzen): Historische Darstellung aus dem 15. Jahrhundert mit einer Szene der Schafhaltung, deren Spuren sich heute noch im Gelände nachweisen lassen.