Stadtrat beschließt Kommunalen Wärmeplan
- Subtitle: Uelzen
Uelzen. Der Rat der Hansestadt Uelzen hat den Kommunalen Wärmeplan beschlossen. Damit liegt erstmals ein strategischer Fahrplan vor, wie die Wärmeversorgung in Uelzen bis 2040 klimaneutral, zuverlässig und bezahlbar gestaltet werden kann. „Mit dem Beschluss geben wir der Wärmewende in unserer Stadt eine klare Richtung“, sagt Bürgermeister Jürgen Markwardt. „Der Wärmeplan zeigt, wo gemeinsame Netze sinnvoll sind und wo dezentrale Lösungen die bessere Wahl sind. Er schafft Orientierung für die kommenden Jahre.“
Der Plan analysiert den Wärmebedarf im ganzen Stadtgebiet. Besonders hohe Wärmeliniendichten weist die Innenstadt, der südliche Bereich entlang des Ostrings sowie Teile des Sterngebiets auf. Das bedeutet, dort wird viel Wärme auf engem Raum benötigt. Diese Bereiche werden deshalb als Wärmenetzeignungsgebiete eingestuft. Hier bestehen gute Voraussetzungen für den Aufbau eines effizienten und treibhausgasneutralen Wärmenetzes.
Ein Schwerpunkt liegt im Industrie- und Gewerbegebiet Nord. Dort verfügen mehrere Betriebe über ein großes Potenzial an industrieller Abwärme. Geplant ist der „Energy Hub Nord“. Eine Machbarkeitsstudie soll prüfen, wie diese Energiequellen zu einem gemeinsamen Wärmenetz verbunden werden können. Im Norden Uelzens könnte so ein zentraler Baustein der künftigen Wärmeversorgung entstehen. In dezentral geprägten Wohngebieten, in denen kein Wärmenetz geplant ist, sind ergänzende Beratungsangebote für die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger vorgesehen.
Viele Hansestädter fragen bereits, welche Heizung künftig die Richtige ist und nutzen das Angebot einer unabhängigen Energieberatung. Klar ist: Die Umsetzung der Wärmewende braucht ausreichend Fachbetriebe und starke Partner vor Ort. Die Wärmewende kann damit auch zu einem Motor für die regionale Wirtschaft werden. Die weitere Ausgestaltung und Umsetzung erfolgt im Zusammenspiel mit den zentralen Akteuren vor Ort. Auch die Politik der Hansestadt ist eingebunden. Sie berät und beschließt in den kommenden Jahren über konkrete Investitionen, Zeitpläne und finanzielle Rahmenbedingungen der Wärmewende, insbesondere in möglichen Wärmenetzgebieten.
Für 2026 ist auch ein digitaler Zwilling geplant, der Haushalten und Unternehmen Orientierung geben kann: Eine interaktive Online-Karte soll dann Potenziale, mögliche Wärmenetzgebiete und geeignete Technologien transparent zeigen.
Weitere Informationen sowie Antworten auf häufige Fragen zur Wärmeplanung und zum Gebäudeenergiegesetz sind auf der städtischen Website zu finden unter
www.hansestadt-uelzen.de/waermeplanung.