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Der Ostsee-Wal und ein in Uelzen bekanntes Gesicht

  • Subtitle: Uelzen

Uelzen/Poel. Wer sich dieser Tage die aktuellen Berichte über den in der Ostsee vor Poel gestrandeten Wal ansieht, mag auf den ersten oder zweiten Blick überrascht sein: Diesen einen Mann auf vielen Bildern kennt man doch, oder?

Ja, der selbst erklärte Tierschützer, der an Land Demos für Buckelwal Hope organisiert oder von einem Boot aus das Tier aus nächster Nähe mit einer Gießkanne bewässert, ist Danny H. - Uelzenern bekannt als Rädelsführer der beiden Demonstrationszüge des Bündnisses „Gemeinsam für Deutschland“ im vorigen Jahr.

Der Mann mit dem markanten Gesichts-Tattoo war 2025 an der Spitze zweier kleiner, aber lauter „GfD“-Märsche durch die Hansestadt gezogen. Dass es dabei nicht leutselig um Frieden für alle ging, machte unter anderem die Uelzener SPD vorab deutlich: „Das sogenannte ‚Friedensbündnis‘ GfD plant einen Aufmarsch in unserer Stadt – unter dem Deckmantel des Friedens verbreiten sie rechte, verschwörungsideologische und antidemokratische Inhalte.“

Das Uelzener Bündnis für Demokratie und Toleranz hatte erklärt: „Hinter der harmlos klingenden Fassade verbirgt sich eine Plattform für rechte und verschwörungsideologische Gruppen.“

Auch seitens des Hamburger Landesamts für Verfassungsschutz hieß es angesichts einer dortigen Demo: „Die, die mitmachen, müssen sich im Klaren darüber sein, dass sie Seite an Seite auch mit Extremisten marschieren werden.“

Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hat der jetzige Einsatz als Tierschützer durchaus Methode: "Rechte zeigen sich als Kümmerer, die sich dem ‚untätigen Mainstream‘ entgegenstellen“, sagt laut RND Lars Heidenreich von der Mobilen Beratungsstelle für Rechtsextremismusprävention in Niedersachsen.

Foto (Uelzener Nachrichten): Polizeieinsatz bei einer "GfD"-Demo in Uelzen im vorigen Jahr. Rechts im Bild nimmt Danny H. den Vorgang mit seinem Handy auf.