Verwaltungsausschuss ebnet Weg für Jugendrat: Uelzen gibt jungen Menschen eine Stimme
- Subtitle: Uelzen
Uelzen. Der Verwaltungsausschuss der Hansestadt Uelzen hat gestern empfohlen, die Satzung und Wahlordnung für einen künftigen Jugendrat zu beschließen. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 4. Mai.
Der Jugendrat soll künftig fest in die kommunalpolitische Arbeit eingebunden werden. Vorgesehen sind ein eigenes Budget für Projekte sowie Rede- und Antragsrechte in den städtischen Fachausschüssen. „Wir wollen Formate schaffen, mit denen junge Menschen ihre Anliegen direkt in die lokale Politik einbringen können“, sagt Claudia Brunsemann, zuständig für Kinder- und Jugendbeteiligung bei der Hansestadt Uelzen. „Der Jugendrat ist dafür ein wichtiger Baustein.“
Auch junge Menschen selbst waren an der Vorbereitung beteiligt. Aus einem Workshop an weiterführenden Schulen entstand eine Konzeptgruppe mit rund 13 Jugendlichen aus Stadt und Landkreis Uelzen. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung arbeiteten sie an den Entwürfen für Satzung und Wahlordnung.
Geplant ist ein Jugendrat mit 16 Mitgliedern. Elf Sitze sollen an Jugendliche mit Hauptwohnsitz in der Hansestadt Uelzen gehen. Fünf weitere Plätze sind für junge Menschen vorgesehen, die im Landkreis wohnen, aber in Uelzen zur Schule gehen oder dort arbeiten. Kandidieren können Jugendliche, die am Wahltag mindestens 13 und noch nicht 22 Jahre alt sind.
Die Wahl soll online stattfinden und ist derzeit für Ende September vorgesehen. Die Amtszeit beträgt zweieinhalb Jahre, starten soll das erste Gremium am 1. November 2026. Informationen zum Bewerbungsverfahren für Kandidatinnen und Kandidaten werden rechtzeitig veröffentlicht.
Symbolfoto: Adobe Stock