+++Update: Stellungnahme der Bahn - Aufregung in Westerweyhe: Deutsche Bahn demontiert still und leise Schranken an Übergang
- Subtitle: Westerweyhe
Westerweyhe. „Bei mir hat heute Morgen das Telefon nicht mehr stillgestanden“, sagt Karl-Heinz Günther, Ortsbürgermeister von Kirch und Westerweyhe. Der Grund: Die Deutsche Bahn hat still und leise Bahnschranken in Westerweyhe abgebaut und die Warnlichter außer Betrieb gesetzt.
Da das ohne Vorwarnung geschehen ist, ist die Verunsicherung im Ort groß. Günther: „Kinder wollten nicht zur Schule, Eltern sind besorgt.“ Der Ortsbürgermeister ist einmal mehr verärgert über die Informationspolitik der DB: „Was ist denn das für eine Kommunikation?“
Jetzt reagiert die Deutsche Bahn auf UEN-Anfrage mit einer Stellungnahme. Eine Sprecherin: "Zwischen Ebstorf und Uelzen wurde ein sogenanntes Baugleis eingerichtet. Es fahren keine regulären Züge mehr, aber noch vereinzelt Zweiwegebagger für die Baustellenlogistik der Qualitätsoffensive Hamburg - Hannover. Da während der Qualitätsoffensive zudem vorbereitende Arbeiten für das elektronische Stellwerk (ESTW) Uelzen erledigt werden, wäre die nun demontierte Schrankentechnik derzeit auch nicht einsatzbereit, da sie vom ESTW Uelzen gesteuert wird.
Die Bahnübergänge bleiben dennoch für Autofahrende, Fahrradfahrer:innen und Fußgänger:innen passierbar. Wenn – wie oben bereits erwähnt – vereinzelt Zweiwegebagger fahren, wird der Bahnübergang entsprechend gesichert. Das heißt, der/ die Fahrerin hält vor dem Bahnübergang, sperrt diesen für den Straßenverkehr ab, fährt über den Bahnübergang und entfernt anschließend die Absperrung. Das Andreaskreuz regelt die grundsätzliche Vorfahrt für das Schienenfahrzeug."
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