Komplexer Einsatz nach Blitzeinschlag in Rassau: Bullen geraten bei Scheunenbrand in Panik und dringen in Wohnzimmer ein
Rassau. Ein vermutlich durch Blitzschlag ausgelöster Brand in einer Scheune in Rassau (bei Suhlendorf) bedeutete am heutigen Dienstag einen komplexen Einsatz für unsere Blaulichtfamilie. Bei Eintreffen erster Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr stand die Scheune in Vollbrand. Die Feuerwehr war über mehrere Stunden im Löscheinsatz und konnte eine Brandausweitung verhindern. Für die Löschmaßnahmen wurde die Bundesstraße 71 gesperrt. Nach ersten Schätzungen liegt der Schaden bei rund 100.000 Euro, so die Polizei. Es wurden keine Personen oder Tiere verletzt
Die DRK-Bereitschaft des Landkreises Uelzen berichtet: „Am Dienstagmorgen gegen 06:39 Uhr hieß es für unsere Helfer ab zur Wache, in Rassau kam es in einer Scheune zu einem Dachstuhlbrand. Durch aufmerksame Nachbarn und vorbeifahrende Personen konnten die Bewohner des mit der Scheune baulich verbundenen Wohnhauses geweckt und aus dem Haus geholt werden.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden vier Jungbullen festgestellt, beim Versuch, diese auf eine Wiese zu leiten, brachen drei Jungbullen aus. In ihrer Panik liefen sie in die Nähe eines nicht vom Brand betroffenen Wohnhauses, brachen durch die verglaste Hintertür und kamen dann im Wohnzimmer zu Ruhe.
Die sich noch im Wohnhaus befindliche Anwohnerin rettete sich mit ihren zwei Hunden in einen sicheren Bereich des Wohnhauses, aus dem sie dann im späteren Verlauf durch unsere Einsatzkräfte evakuiert werden konnte, weiter wurde die Betroffene durch uns betreut.
Das Hinzugezogene Veterinäramt brachte mit Unterstützung der Polizei die vier Jungbullen in einen bereitgestellten Tiertransportanhänger.
Im Weiteren Einsatzverlauf übernahmen wir die sanitätsdienstliche Absicherung der Einsatzkräfte."
Text/Foto: DRK-Bereitschaft Uelzen