Wichtenbeck. Immer noch herrscht nach der Bluttat von Wichtenbeck Unklarheit über das Motiv des Beschuldigten, der im Wohnhaus der Familie seine Ehefrau getötet und den beiden jugendlichen Söhnen schwerste Verletzungen zugefügt haben soll (UEN berichteten). Der in der Tatnacht am Mittwoch festgenommene Mann schweigt.
Wie Jan Christoph Hillmer, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Lüneburg, am heutigen Freitag auf Anfrage der Uelzener Nachrichten erklärt, hat der Beschuldigte im Rahmen der Haftvorführung keine Angaben zur Tat gemacht. Der Mann befindet sich seit Donnerstag in Untersuchungshaft, ihm ist ein Pflichtverteidiger beigeordnet worden.
Noch ist offen, was der Auslöser für die Tat auf dem landwirtschaftlichen Betrieb gewesen sein könnte. Hillmer: „Die Ermittlungen zu den Tathintergründen, ebenso wie zum Tathergang dauern aktuell an.“
Deswegen werde es derzeit auch keine Angaben zu einem Tatwerkzeug geben. Nach ersten Angaben der Polizei hatte der Täter ein oder mehrere Schlagwerkzeuge eingesetzt, als es am Mittwochabend zu der tödlichen Auseinandersetzung kam.
Die Ehefrau erlag noch am Tatort ihren Verletzungen. Ein Sohn wurde schwer verletzt, sein Bruder erlitt so massive, lebensbedrohliche Verletzungen, dass er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste. Inzwischen besteht keine Lebensgefahr mehr.
Am heutigen Freitag findet die Obduktion statt, teilt die Staatsanwaltschaft abschließend mit.
Foto: Staatsanwaltschaft Lüneburg