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Landkreis Uelzen

Schülerbeförderung im Landkreis Uelzen: SPD fordert endlich Verlässlichkeit

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Uelzen/Landkreis. Die SPD-Kreistagsfraktion Uelzen kritisiert die erneut auftretenden Probleme bei der Schülerbeförderung im Landkreis. Nach Berichten betroffener Familien werden Kinder an Haltestellen nicht mitgenommen, weil Busse bereits überfüllt sind. Andere Schülerinnen und Schüler müssen in Bussen mitfahren, die so voll sind, dass eine sichere und entspannte Fahrt kaum möglich ist.

Dabei handelt es sich nach Informationen der SPD nicht um Einzelfälle auf einer einzelnen Strecke. Es sind Vorfälle aus Bienenbüttel und Uelzen bekannt. Für Eltern und Kinder bedeute das jeden Morgen aufs Neue Unsicherheit: Kommt der Bus? Ist noch Platz? Und was passiert, wenn das eigene Kind an der Haltestelle zurückbleibt?

„Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder morgens zur Schule und nachmittags wieder sicher nach Hause kommen“, erklärt Hannes Henze, Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion.

Besonders schwierig sei die Lage für die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler. Viele von ihnen fahren jetzt zum ersten Mal allein mit dem Bus zu einer weiter entfernten Schule. Sie müssen sich an neue Wege, größere Haltestellen und oft auch an längere Fahrten gewöhnen. Überfüllte Busse, unklare Abläufe oder die Sorge, nicht mitgenommen zu werden, machten diesen ohnehin aufregenden Start unnötig schwer.

„Gerade Kinder, die jetzt zum ersten Mal mit dem Bus zur Schule fahren, brauchen Sicherheit und Verlässlichkeit statt Gedränge und Unsicherheit“, so Henze.

Die Schwierigkeiten seien zwar heute nicht mehr so gravierend wie im Jahr 2023, als es auf vielen Linien fast täglich zu Ausfällen und erheblichen Problemen kam. Zwischenzeitlich seien Maßnahmen ergriffen worden, die die Lage spürbar verbessert hätten. Dennoch zeige sich auch in diesem Jahr wieder: Eine dauerhaft verlässliche Schülerbeförderung ist weiterhin nicht gewährleistet.

„Es kann nicht sein, dass überfüllte Busse und zurückbleibende Kinder nach jedem Sommer erneut als Startschwierigkeiten zum neuen Schuljahr abgetan werden“, so Henze.

Die SPD-Kreistagsfraktion erwartet von der Kreisverwaltung, die Ursachen endlich konsequent auszuwerten und kurzfristig zu handeln. Dazu gehören aus Sicht der Fraktion ausreichende Kapazitäten auf den besonders belasteten Strecken, eine verlässliche Information bei Problemen und klare Lösungen für den Fall, dass ein Bus Kinder nicht mehr aufnehmen kann.

Ein Beispiel macht die Bedeutung deutlich: Bleibt ein Kind morgens an einer Haltestelle zurück, müssen Eltern oft spontan ihre Arbeit unterbrechen, Fahrgemeinschaften organisieren oder selbst fahren. Gerade für Alleinerziehende und Familien ohne flexible Arbeitszeiten ist das kaum zu leisten.

„Die Verantwortung darf nicht jedes Mal bei den Familien abgeladen werden, wenn der Busverkehr nicht funktioniert“, betont Henze.

Die SPD fordert deshalb einen verbindlichen Plan der Kreisverwaltung, wie die wiederkehrenden Probleme auf allen betroffenen Linien dauerhaft gelöst werden sollen. Eine gute Schülerbeförderung sei keine freiwillige Zusatzleistung, sondern Teil einer verlässlichen öffentlichen Daseinsvorsorge.

Foto: achterdeck