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Landkreis Uelzen

Kreisfeuerwehrbereitschaft läutet neue Ära ein

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Uelzen/Landkreis. Mit der vor wenigen Tagen im Kreishaus stattgefundenen Jahresabschlussveranstaltung der Uelzener Kreisfeuerwehr wurde das Ende eines insgesamt 14-jährigen Abschnitts hiesiger Feuerwehrhistorie offiziell eingeleitet. Der Grund: Zum 31. Dezember 2026 werden die im Landkreis bisher existierenden beiden Kreisfeuerwehrbereitschaften Nord und Süd aufgelöst und ab 1. Januar 2027 durch eine gemeinsame Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen abgelöst.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand deshalb nicht nur der Rückblick auf die Arbeit und die Einsätze des vergangenen Jahres, sondern insbesondere die Verabschiedung bisheriger Führungskräftesowie die Ernennung der neuen Führungskräfte der künftigen Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen durch Landrat Dr. Heiko Blume.

Dieser würdigte in seiner Begrüßung die Leistungen aller im Landkreis Uelzen aktiven Feuerwehr-Einsatzkräfte. Stellvertretend dankte er den anwesenden Ehrenamtlichen für ihren unschätzbaren Dienst an der Allgemeinheit. „Die Feuerwehr übernimmt immer mehr Aufgaben. Wir brauchen sie und wir wissen, dass wir uns auf sie verlassen können“, so Blume. Mit der anstehenden Umgestaltung erfolge eine Anpassung der bisherigen Strukturen an die neuen landesweiten Vorgaben mit dem Ziel der Sicherstellung der überörtlichen Hilfeleistung und Einsatzbereitschaft.

In jeder der beiden jetzt vor der Auflösung stehenden Kreisfeuerwehrbereitschaften sind mehr als 120 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden tätig. Die entsprechenden Aufgaben wurden zusätzlich zu den Diensten in den jeweiligen Ortsfeuerwehren wahrgenommen. Dazu zählten zum Beispiel das Elbehochwasser im Jahr 2013, das Hochwasser in Hildesheim im Jahr 2017, der Moorbrand in Meppen im Jahr 2018, der Waldbrand an der A7 im Heidekreis im Jahr 2020 sowie das Winterhochwasser in Niedersachsen im 2023/2024.

Als „besonderen Abend für unsere Feuerwehren im Landkreis Uelzen“ bezeichnete Kreisbrandmeister André Pieper-Christensen die Abschlussveranstaltung. „Die Geschichte unserer Bereitschaften ist nicht nur eine Geschichte von Fahrzeugen, Strukturen und Dienstposten. Es ist vor allem eine Geschichte von Einsätzen, von Verantwortung und von Menschen, die dann helfen, wenn andere Hilfe brauchen“, so Pieper-Christensen. Im November wolle das Land Niedersachsen Aussagen zur Ausstattung der aufgestellten 40 Feuerwehrbereitschaften in Niedersachsen machen. „Ich hoffe, dass diesen Aussagen dann auch Taten in Form konkreter Zuweisungen von Einsatzfahrzeugen folgen“, richtete sich der Kreisbrandmeister an die anwesenden Einsatzkräfte.

Abschließend appellierte Pieper-Christensen: „Was wir nicht verändern dürfen, ist unseren Anspruch an die Einsatzbereitschaft. Wir müssen Bewährtes erhalten, Kräfte sinnvoll zusammenführen und die Zusammenarbeit für künftige Herausforderungen weiter stärken. Ich wünsche uns, dass wir diesen Übergang als Chance verstehen und die neue Struktur gemeinsam mit Leben füllen.“

Eine zentrale Rolle hierbei kommt den künftigen Führungskräften der neuen Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen zu – Bereitschaftsführer Gerrit Möhring und dessen Stellvertreter Heiko Gonsior. Beiden wünschten sowohl Pieper-Christensen als auch Landrat Dr. Heiko Blume eine glückliche Hand für ihre Aufgabe, die notwendige Entschlossenheit und stets ein gutes Miteinander mit den Kameradinnen und Kameraden.

Foto: Landkreis Uelzen.