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Landkreis Uelzen

Deutschland rüstet sich: Auswirkungen von Bundeswehr- und Rüstungsstandorten auf den Landkreis Uelzen wird analysiert

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Uelzen/Landkreis. Die niedersächsische Staatskanzlei wird über das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg eine Wirkungs- und Potenzialanalyse zu den Auswirkungen der sicherheitspolitischenNeuausrichtung Deutschlands für die Regionalentwicklung in den Landkreisen Uelzen, Celle und Heidekreis beauftragen. Hintergrund sind angekündigte umfangreiche Investitionen des Bundes in Bundeswehrstandorte sowie Entwicklungen im Bereich der Rüstungsindustrie und deren Auswirkungen in den drei Landkreisen.

„Die sicherheitspolitische Neuausrichtung wirkt auch im Landkreis Uelzen. Er ist durch einen Teil des Truppenübungsplatzes Munster Nord und die Schießbahn des Unternehmens Rheinmetall direkt betroffen. Einflüsse hat die Entwicklung aber zum Beispiel auch auf den hiesigen Arbeitsmarkt und unsere Wirtschaft“, ordnet Landrat Dr. Heiko Blume ein. Es sei notwendig, die Folgen der sicherheitspolitischen Neuausrichtung für die Region der Lüneburger Heide und damit auch den Landkreis Uelzen und dessen Wirtschaft und Fachkräftemarkt zu analysieren und eng zu begleiten. Nur so könne auch eventuell negativen Folgen entgegengewirkt werden. „Mit Ministerpräsident Olaf Lies konnte ich zu der Idee einer solchen Studie in den Austausch gehen. Ich bin dankbar, dass er dies positiv aufgenommen hat und mit der Studie die Folgen für die Menschen und die Wirtschaft in den drei Landkreisen in den Fokus gerückt werden“, so Blume.

Ziel der Untersuchung ist es, mögliche Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Daseinsvorsorge frühzeitig zu bewerten und Handlungsmöglichkeiten für die Region aufzuzeigen. Die Untersuchung trägt den Titel „Bedeutung der sicherheitspolitischen Zeitenwende für die regionale Entwicklung in den Landkreisen Celle, Heidekreis und Uelzen – Wirkungs- und Potenzialanalyse in regionaler Perspektive“.

Im Rahmen der Studie werden unter anderem folgende Fragestellungen untersucht:

• Auswirkungen auf regionale Wertschöpfung und Beschäftigung

• Fachkräftenachfrage sowie Qualifizierungs- und Ausbildungsbedarfe

• Anforderungen an die Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur

• Wohnungsmarkt, Flächenkonkurrenzen und kommunale Haushalte

Die Untersuchung soll einen wesentlichen Beitrag leisten, belastbare Grundlagen für zukünftige Planungen zu schaffen sowie Chancen und Herausforderungen für die betroffenen Regionen transparent darzustellen. „Die von Bund und Wirtschaft angekündigten Investitionen können die Regionalentwicklung nachhaltig beeinflussen. Mit der Studie wollen wir frühzeitig eine fundierte Grundlage schaffen, um Entwicklungen realistisch einzuschätzen und notwendige Maßnahmen gemeinsam mit den Kommunen vorzubereiten“, erklärt Karin Beckmann, Landesbeauftragte und Leiterin des Amtes für regionale Entwicklung Lüneburg.

Die Landkreise Uelzen, Celle und Heidekreis werden in den Prozess eingebunden. Damit soll erreicht werden, dass regionale Perspektiven und Belange berücksichtigt werden. Die Studie wird durch das Land Niedersachsen finanziert. Die Beauftragung erfolgt voraussichtlich im Juli 2026. Erste Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden für Anfang 2027 erwartet, so das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg.

Foto: Rheinmetall