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Staatssekretär überreicht „Check“ an Stadt Bad Bevensen - Kurort will Wege von Stolperfallen befreien

  • Subtitle: Bad Bevensen

Bad Bevensen. Die Stadt Bad Bevensen ist eine von zehn Kommunen in Niedersachsen, die eine komplette Landesförderung für einen „Fußverkehrs-Check“ bekommen. Noch in diesem Jahr sollen dort die Wege von Bürgerinnen und Bürgern und Expertinnen und Experten unter die Lupe genommen werden – dabei geht es unter anderem um Sicherheit und Barrierefreiheit.

Offizieller Auftakt in Hannover: Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, hat Stadtdirektor Martin Feller jetzt die Urkunde für den „Fußverkehrs-Check“ überreicht. Wunderling-Weilbier: „Die Checks sind wichtige und konkrete Schritte für Kommunen zur Verkehrswende. Und es sind wichtige und konkrete Schritte für Bürgerinnen und Bürger.“ Das Land habe sich deshalb auch entschieden, das Projekt zu verstetigen: „Wir fördern das Projekt deshalb jetzt jedes Jahr.“

Die Stadt Bad Bevensen ist eine von nur zehn Kommunen, die in diesem Jahr eine komplette Landesförderung für die Fußverkehrs-Checks bekommen. Für alle zehn Kommunen stehen 200.000 Euro zur Verfügung. Die MOBILOTSIN, die Beratungseinheit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), koordiniert die Aktion. LNVG-Geschäftsführer Christian Berndt ordnet ein: „Das Zu-Fuß gehen ist die verlässlichste Form des Nahverkehrs. Bad Bevensen bekommt ein Komplettpaket. Das schnürt unsere Beratungseinheit, die MOBILOTSIN. Für die Kommunen ist der Aufwand für Planung und Durchführung also vergleichsweise gering – aber der mögliche Nutzen groß.“ Augenzwinkernd ergänzt der Geschäftsführer: „Am zu Fuß gehen verdient auch kein Mineralölkonzern.

Bei der Veranstaltung im Verkehrsministerium gab es für die Kommunen, die dabei sind, jetzt Impulse für das Projekt. Feller: „Als Kurstadt haben wir natürlich ein starkes Interesse an einem guten Zustand unserer Fußwege und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit. Wir freuen uns darauf, dass dieses Projekt zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur beitragen wird.“ Einzelheiten würden jetzt mit der Beratungseinheit MOBILOTSIN und dem Büro IKS Mobilitätsplanung geklärt.

Noch in diesem Jahr soll es dann in der Kurstadt konkret werden. Unter anderem wird es zwei Begehungen und einen Workshop für Bürgerinnen und Bürgern geben. Dabei werden Fragen wie „Wo kann man gut und sicher zu Fuß gehen?“, „Wo fehlt Platz?“, „Wo könnten vielleicht Sitzbänke einen Fußweg attraktiver machen?“, „Wo gibt es weitere Probleme wie mangelnde Sichtbeziehungen zu Autofahrern?“, thematisiert. Auch Schulwege werden geprüft. Feller: „Uns ist wichtig, die Bürgerinnen und Bürger breit zu beteiligen. Wir werden rechtzeitig darüber informieren wie sich jeder Einzelne in den Prozess einbringen kann.“

Foto: Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf