Zum Hauptinhalt springen

Kein Funkmast an der Sternschule Uelzen: Telekom richtet Planung auf Helios Klinikum aus

  • Subtitle: Uelzen

Uelzen. Die Telekom verzichtet auf den geplanten Bau eines Funkmastes am Standort Sternschule in Uelzen. Stattdessen richtet das Unternehmen seine weiteren Planungen auf das Helios Klinikum aus. Dies hat die Telekom jetzt der Hansestadt Uelzen schriftlich mitgeteilt.

Ursprünglich war vorgesehen, an der Sternschule einen bis zu 15 Meter hohen Mobilfunkmast zu errichten. Damit sollte eine Versorgungslücke im Sterngebiet Uelzen geschlossen und der Mobilfunkstandard 5G ausgebaut werden (Medien berichteten). Die Telekom hatte im Zuge des Verfahrens schriftlich versichert, dass alle infrage kommenden Standorte, einschließlich des Helios Klinikums, systematisch geprüft wurden und das Krankenhaus nicht geeignet sei. Allein das Gebäude der Sternschule würde die Anforderungen erfüllen. Jetzt hat die Telekom entgegen ihren bisherigen Aussagen klargestellt, dass das Helios Klinikum zu diesem Zeitpunkt nicht angefragt wurde. „Für diesen Fehler möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen“, heißt es im Schreiben.

Vorausgegangen war ein Brief von Bürgermeister Jürgen Markwardt an die strategische Leitung Funknetzplanung der Telekom Technik GmbH in Bonn. Darin forderte er, mögliche Alternativen zum Standort Sternschule erneut und vertieft zu prüfen. Markwardt griff damit Bedenken von Eltern auf und setzte sich für mehr Transparenz im Verfahren ein. „Es war nicht das Ziel der Hansestadt, einen Mobilfunkmast auf dem Gelände der Sternschule zu errichten. Ich bin froh, dass mir dieses Ergebnis vorliegt und der Standort nicht weiterverfolgt wird“, sagt Markwardt.

Das Stadtoberhaupt geht davon aus, dass der Fehler nun intern bei der Telekom aufgearbeitet wird. Dieser hat nicht nur Eltern unnötig verunsichert, sondern auch bei der Hansestadt erheblichen zeitlichen Aufwand ausgelöst, um größtmögliche Transparenz für alle Betroffenen und die Öffentlichkeit herzustellen und die Situation einzuordnen.

Foto: Michalzik