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Wichtenbeck hält nach dem grausamen Verbrechen im Ort zusammen: Freunde und Nachbarn versorgen die Tiere der Familie - Gedenkgottesdienst für Opfer

  • Subtitle: Suderburg

Wichtenbeck. Eines der grausamsten Verbrechen der vergangenen Jahre hat sich am vergangenen Mittwochabend mitten im kleinen Wichtenbeck ereignet, in der beschaulichen Gemeinde Eimke kurz vor der Kreisgrenze. Nach aktuellem Stand der Dinge hat ein Familienvater seine Ehefrau getötet und seine jugendlichen Söhne mit solcher Gewalt attackiert, dass einer von ihnen lebensbedrohliche Verletzungen erlitt (UEN berichteten).

Eine Landwirts-Familie ist ausgelöscht, der beschuldigte Vater sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft laufen auf Hochtouren. Es geht um das Warum. Eine Frage, die in diesem Fall auch hartgesottene Ermittler nicht kalt lässt.

Bis vorigen Mittwoch hat die Familie ein scheinbar unbehelligtes Leben auf ihrem großen Hof geführt. Gemeinsam mit vielen Tieren.

Aber wie kann es irgendwie weitergehen - jetzt, wo nichts mehr ist, wie es war? Die Antwort liefert eine UEN-Leserin: "Wichtenbeck hält zusammen." Um die Tiere der Familie wurde sich direkt gekümmert: "Der ganze Ort kümmert sich." Die Pferde seien im Dorf verteilt, der Hund sei bei einer Nachbarin untergekommen. Die Katzen würden versorgt, und auch um die Hühner kümmere sich die Nachbarschaft. 

Gestern Abend fand ein Gedenkgottesdienst in der Kirche St. Marien in Eimke für die getötete Ehefrau statt, einer beliebten und angesehenen Nachbarin in der Wichtenbecker Dorfgemeinschaft.

Foto (Heideregion Uelzen e.V.): Eine Pieta in der Kirche St. Marien in Eimke. Dort fand ein Gedenkgottesdienst für die getötete Ehefrau und Mutter statt.