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Blaulicht

Tödliche Messerattacke auf dem Herzogenplatz: Am morgigen Montag soll das Urteil fallen

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Lüneburg/Uelzen. Der Uelzener Ayoub F. wurde nur 30 Jahre alt: Als der talentierte Fußballer und beliebte Vereinskamerad sich am 11. Januar dieses Jahres auf den Weg zu seiner Moschee machte, traf er auf dem Herzogenplatz auf den inzwischen 27-jährigen Daniel F. Es kam zu einer Auseinandersetzung. Am Ende ging Ayoub F. zu Boden - tödlich getroffen von einem Messerstich in den Rücken. Daniel F. ließ sich noch am Tatort widerstandslos festnehmen. Seit Juni muss er sich vor dem Landgericht Lüneburg verantworten.

Am morgigen Montag soll das Urteil gesprochen werden. Dabei wird es vor allem um die Frage gehen, ob der Beschuldigte aus rassistischen Gründen gehandelt hat. Während die Polizei am Anfang der Ermittlungen betonte, Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es keine, ergibt sich aus Medienberichten (NDR, Taz) inzwischen ein anderes Bild: Der Angeklagte soll ein Jahr vor der tödlichen Auseinandersetzung zwei ausländisch aussehende Kinder mit einer Axt bedroht sowie in einem beliebten Uelzener Döner-Imbiss einen Streit vom Zaun gebrochen und dabei ausländerfeindliche Sprüche gerufen haben.

Die Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft wegen Totschlags. Für die Anklagebehörde steht der fremdenfeindliche Hintergrund der Tat fest. Ayoub F. trug an jenem Winterabend sein Gebetsgewand.

Die Verteidigung von Daniel F. spricht von Körperverletzung mit Todesfolge. Die Nebenklage, die die in Algerien lebenden Eltern des Opfers vertritt, fordert eine Verurteilung wegen vollendeten Mordes.

Morgen um 11 Uhr soll das Urteil gesprochen werden.

Foto: Michalzik