Rätzlingen. Nach den drei schweren Feuern in der vergangenen Woche in Rätzlingen ermittelt die Polizei weiterhin wegen Brandstiftung, erklärt Polizei-Pressesprecher Kai Richter auf Anfrage der Uelzener Nachrichten. Allerdings könne auch eine technische Ursache nicht in allen Fällen auszuschließen sein.
Wie berichtet, war es in Rätzlingen innerhalb von vier Tagen zu drei Bränden gekommen, bei denen eine Anliegerin eine Rauchvergiftung erlitt und ein Schaden von insgesamt mehr als 500.000 Euro entstand. Zunächst hatte eine 40 mal 40 Meter große Scheune Feuer gefangen und war trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr restlos niedergebrannt. Danach ging ein Carport in Flammen auf – nur wenige Meter vom Wohnhaus entfernt.
In den späten Abendstunden des 18.06.24 bemerkten Anwohner starke Rauchentwicklung und dann den Brand einer ca. 15 mal 30 Meter großen Scheune in der Achterstraße. Der Vollbrand der Scheune griff dabei auch auf einen angrenzenden Stall über, in dem ein Pferd, ein Esel und ein Rind eingestallt waren. Die Tiere konnten evakuiert werden. In der Scheune befanden sich neben Heuballen auch diverse Oldtimer und ein Traktor. Die Scheune musste schlussendlich aufgrund von Einsturzgefahr komplett abgerissen werden. Eine 64 Jahre alte Anwohnerin erlitt eine Rauchgasintoxikation und Kreislaufprobleme und wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen ins Helios Klinikum Uelzen gebracht.
Foto: Feuerwehr Uelzen