Landrats-Kandidat Jan Henner Putzier: "Es wird ein neues Miteinander geben"
Uelzen/Landkreis. Jan Henner Putzier ist mit seinen 41 Jahren längst eine feste Größe im politischen Betrieb des Landkreises. Seit zehn Jahren gehört der SPD-Politiker dem Uelzener Kreistag an. Seit 2023 ist er Mitglied des Niedersächsischen Landtags. Mit seiner Bewerbung um den Posten des Landrats gehört er mit Amtsinhaber Dr. Heiko Blume, Martin Fleischer (unabhängig) und Léonard Hyfing (ebenfalls unabhängig) zu den vier Kandidaten um den Chefsessel im Kreishaus.
Was passiert, wenn Putzier am kommenden Sonntag die Wählerschaft überzeugen kann? „Es wird ein neues Miteinander im Kreishaus geben“, erklärt der Sozialdemokrat. Die Mitarbeiter würden ab dem ersten Tag voll eingebunden: „Nach 100 Tagen machen wir eine Befragung.“
Über den Tellerrand hinaus schauen, Menschen zusammen bringen - auf diese Weise will Putzier Lösungen erarbeiten. Etwa für eine Task Force, die sich des Themas Energiewende annehmen soll. Oder beim Thema Schwimmen: „Jedes Kind muss schwimmen lernen“, sagt Putzier und will das für den Landkreis erreichen, indem er die Player zum Thema an einen Tisch holt - DLRG, Schulen, Verwaltung.
Auch zum Thema „bezahlbarer Wohnraum“ will Putzier so vorgehen. Viele ältere Menschen seien im Landkreis bereit, aus dem ländlichen Bereich in eine kleinere Wohnung in der Stadt zu ziehen. Das wäre eigentlich ideal, weil Familien dann in die größeren Wohneinheiten ziehen könnten - wenn die Preise für städtischen Wohnraum nicht so hoch wären. Auch dazu sollen Unternehmen, Politik und Verwaltung zusammenfinden: „Ich sehe mich da in einer koordinierenden Rolle.“
Weitere Themen: Energiewende, gebührenfreie Bildung, die jedem Kind zugänglich sein muss.
Für den Bau der A39 müsse der Landkreis Lobby-Arbeit in eigener Sache betreiben: „Wir brauchen eine angemessene Infrastruktur.“ Auch auf die Deutsche Bahn, die derzeit ja immer noch mit dem Gedanken liebäugelt, die Trasse Hamburg-Hannover entlang der A7 neu zu bauen, müsse der Druck aufrechterhalten werden. Statt neuer Trassen seien pünktliche Züge wichtiger: „Ich will Verlässlichkeit.“
Generell gehe es ihm bei der Arbeit der Verwaltung um Transparenz und Öffentlichkeit. Wenn die Wahl erfolgreich verlaufe, gehe die „Arbeit erst richtig los. Für den Landkreis“. Für eine stärkere soziale Infrastruktur will sich der SPD-Mann in der Region Uelzen starkmachen: „Ich höre zu.“
Foto: Achterdeck