Grüne kritisieren: Kostenoptimierte Schülerbeförderung – missglückter Start
Uelzen/Landkreis. Der Kreistagsfraktion der GRÜNEN liegen alarmierende Beschwerden und Lagebeschreibungen zur Situation in der neuen Schülerbeförderung vor. Die eingesetzten Gelenkbusse bieten nicht mehr Sitzplätze als zuvor, sondern sehr viele Stehplätze, die bei der gewählte Fahrplantaktung zudem nicht ausreichen, womit überfüllte Busse auch bei verminderter Fahrtgeschwindigkeiten zum Risiko werden. Auch die neuen Haltepunkte wurden nicht alle aus der Perspektive der Sicherheit der Kinder und Jugendlichen gewählt. Gerade im Südkreis scheint die Perspektive des Schulalltags weit ausgeblendet zu sein. Die Fahrzeiten haben sich weiter verlängert und es gibt täglich weniger tatsächlich nutzbare Verbindungen auf dem Hin- wie auf dem Rückweg. In der Startphase wurden wiederholt Kinder stehen gelassen, die nicht mehr transportiert werden konnten.
Wir sehen es als Aufgabe der Landkreisverwaltung, im Rahmen der mit dem Kreistag abgestimmten Ausschreibung die eingekauften Fahrdienstleistungen optimal einzusetzen. Dafür kann die Verwaltung gerne auch neue Konzepte erarbeiten. Bei dem letzten Fahrplanwechsel scheint aber der Wunsch nach einer Kostenoptimierung der maßgebliche Faktor gewesen zu sein. Dass der Landrat in seiner Presseerklärung dazu von verbesserten Anschlüssen und gestärkter Mobilität spricht, hat viele Eltern im Landkreis erzürnt. Wenn diese dann darauf verwiesen werden, dass ihr gesetzlicher Anspruch nur auf eine Verbindung morgens und eine Verbindung nach dem Mittag beschränkt ist, hilft dies auch nicht wirklich.
Markus Jordan erklärt dazu: „Die GRÜNEN im Kreistag fordern unverzüglichen Nachbesserungen an den Fahrplänen für die Schulen und eine Aufbereitung der Fahrplanumstellung in den Kreistagsgremien. Politischer Auftrag ist nicht die gesetzliche Mindestversorgung, sondern eine alttagstaugliche Versorgung, die stetig verbessert wird.“
Michelle Schönwälder äußert sich wie folgt: „Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler beim Transport muss den wesentlichen Maßstab bilden. Es ist zudem inakzeptabel, dass derzeit immer wieder Schülerinnen und Schüler stehen gelassen werden.