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Landkreis Uelzen

Jedes Kind muss Schwimmen lernen: SPD fordert Schwimmoffensive für den Landkreis Uelzen

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Uelzen/Landkreis. Immer mehr Kinder verlassen die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Die SPD will das miteinander angehen und fordert eine gemeinsame Schwimmoffensive für den Landkreis Uelzen, das erklären Jan Henner Putzier, Kandidat für das Amt des Landrats, Andrea Kläden, Kandidatin für das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin in der Samtgemeinde Aue, Markus Krug, Samtgemeindebürgermeisterkandidat in Bevensen-Ebstorf und das Spitzenkandidaten-Duo in der Hansestadt Katrin Goroncy und Dr. Till Manning gemeinsam.

„Schwimmen lernen ist keine Freizeitfrage. Es ist eine Frage der Sicherheit", sagt Putzier. „Im Landkreis Uelzen passiert schon sehr viel, das ist großartig. Wir wollen das unterstützen, zusammenführen und weiter verbessern. Schwimmen lernen ist kommunale Daseinsvorsorge.“

Das Ziel der Schwimmoffensive ist: Jedes Kind im Landkreis Uelzen soll spätestens bis zum Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen können. Die SPD versteht Schwimmenlernen ausdrücklich als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.

„Wir wissen alle, woran es hakt", sagt Kläden. „An Wasserfläche, an Übungsleiterinnen und Übungsleitern, an Fahrten zum Becken. Das sind keine unlösbaren Probleme. Aber sie lassen sich nicht von einer Ebene allein lösen. Genau deshalb machen wir das hier zusammen."

Die SPD benennt mehrere Bausteine: mehr Schwimm- und Ferienkurse gemeinsam mit Vereinen, DLRG und Schulen; frühe Wassergewöhnung schon im Kita-Alter; Gewinnung und Ausbildung von Übungsleitungen und Rettungsschwimmerinnen; die langfristige Sicherung der Lehrschwimmbecken und Wasserflächen; und ein dauerhaftes kreisweites Netzwerk, das Fördermittel bündelt, statt dass jede Kommune für sich sucht. Daneben sollen Schwimmen lernen in den Ganztag integriert und Grundschulen stärker unterstützt werden.

Krug richtet den Blick auf diejenigen, die die Kurse am Ende geben. „Gerade dort müssen wir Bedarfe kennen und unterstützen. Lehrkräfte brauchen ihre Rettungsfähigkeit, Bäder brauchen Fachpersonal, Vereine brauchen Nachwuchs bei den Übungsleitern. Das ist eine zentrale Aufgabe, bei der wir Unterstützung leisten können.“

Goroncy und Manning weisen darauf hin, dass Familien mit Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket die Kursgebühren erstattet bekommen können, viele davon aber nichts wissen. „Das Geld liegt bereit. Es kommt nur nicht an. Da können wir sofort etwas tun, ohne einen einzigen Cent zusätzlich."

Die Zuständigkeiten sind unterschiedlich verteilt: Der Landkreis ist nicht Träger der Grundschulen, wohl aber Träger der Schülerbeförderung, verantwortlich für die Kreisjugendarbeit und Partner der Vereine. „Wir tun nicht so, als könnte einer von uns das allein regeln", sagt Putzier. „Aber wir sagen zu, dass wir uns nicht mehr gegenseitig die Zuständigkeit zuschieben. Wir wollen die Herausforderungen lösen, dafür braucht es ein neues Miteinander."

Putzier kündigt für die ersten hundert Tage nach der Wahl einen Runden Tisch Schwimmen an. Er will alle Beteiligten, Kommunen, Schulen, Kitas, DLRG, Schwimm- und Sportvereine, Badbetreiber an einen Tisch holen und eine gemeinsame Bestandsaufnahme vorlegen: „Wie viele Kinder lernen bei uns tatsächlich schwimmen, wo fehlen Kurse, und was kostet es, die Lücke zu schließen“.