Uelzen/Landkreis. Dorle Ostermann-Böttger und Karin Johannes vom Landfrauenverein Gerdau-Eimke hatten sich eigens auf den Weg ins Uelzener Kreishaus gemacht. Dort wurden sie durch den Ersten Kreisrat des Landkreises Dr. Björn Hoppenstedt begrüßt, der den beiden stellvertretend für Landrat Dr. Heiko Blume anlässlich ihres Besuches dankte. Grund für die Stippvisite im Kreishaus: die Präsentation der durch die Landfrauen gefertigten Erntekrone.
Das knapp 30 Kilogramm schwere Prachtstück thront dort im Foyer gut sichtbar in einigen Metern Höhe. Die aufwändig mit Getreide-Halmen geflochtenen Erntekronen sind ein Bestandteil des ländlichen Brauchtums zum Erntedankfest.
Hoppenstedt würdigte das imposante Machwerk mit den Worten: „In einer landwirtschaftlich geprägten Region wie der unseren kommt dieser Brauchtumspflege eine ganz besondere Bedeutung zu. Nicht zuletzt auch angesichts des Klimawandels und der damit verbundenenFolgen erinnert uns die Krone daran, dass die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte keine Selbstverständlichkeit ist. Für viele Menschen versteht es sich von selbst, dass Feldfrüchte wie Kohl, Kartoffeln und Rüben oder Obst und Gemüse angeboten werden können beziehungsweise als Bestandteil leckerer Gerichte auf den Tisch kommen. Genau das ist es aber eben nicht. Deshalb sollten wir alle ein wenig Demut zeigen und dankbar sein für das, was uns Bäuerinnenund Bauern alljährlich bereitstellen.“
Die Erntekrone soll nun für einige Wochen – längstens jedoch bis zum Beginn der Vorweihnachtszeit – im Kreishaus-Foyer zu sehen sein.
Foto: Landkreis Uelzen