„Wir brauchen jetzt Lösungen – nicht erst 2063“: Gespräch zu Alpha-E und von DB gewollter Neubautrasse in Berlin mit Bundestagsabgeordneten
Uelzen/Landkreis. Vertreter der Landkreise Celle, Harburg, Heidekreis und Uelzen haben sich am Freitag mit Bundestagsabgeordneten der Region sowie den Obleuten der CDU- und SPD-Bundestagsfraktion im Verkehrsausschuss zur aktuellen Situation im Schienenverkehr sowie zu den Perspektiven von Alpha-E und einer von der DB verfolgten Neubautrasse ausgetauscht.
Einigkeit bestand darin, dass die bestehenden Schienenwege bereits heute an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Vor diesem Hintergrund erwarten die Landkreise, dass nun umgehend wirksame Lösungen kommen, sprich nun endlich Maßnahmen des Alpha-E-Konzepts konsequent umgesetzt werden. Die für 2029 angekündigte Generalsanierung sollte genutzt werden, möglichst viele Bausteine von Alpha-E umzusetzen.
Zugleich ist klar: Eine Neubautrasse wäre mit erheblichen und irreversiblen Eingriffen in Landschaft, Natur und das Leben der Menschen in der Lüneburger Heide verbunden. Auch deshalb komme es darauf an, zunächst den Bestand auszubauen. Nur das schaffe schnell und wirksam Entlastung.
Die Region hat mit dem im Dialogforum Schiene Nord gemeinsam mit der Deutschen Bahn erarbeiteten Konzept Alpha-E vor nun mehr als zehn Jahren einen tragfähigen und breit getragenen Konsens vorgelegt und ist damit bewusst in Vorleistung gegangen. Mit dem klaren Ziel, zügig spürbare Verbesserungen nicht nur für die Region, sondern für den Schienenverkehr insgesamt zu erreichen.
Ein Abweichen von diesem gemeinsam getragenen Ansatz würde das Vertrauen in solche Beteiligungsprozesse und Kompromissfindungen massiv und dauerhaft beschädigen.
Gleichzeitig gilt: Die Diskussion um eine Neubautrasse ist mit erheblichen Unsicherheiten verbunden – sowohl hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung als auch des zeitlichen Horizonts und der tatsächlichen Wirkungen. „Wir brauchen mehr Kapazitäten auf der Schiene - auch für die Pendlerinnen und Pendler. Und das schnell und nicht erst Mitte des Jahrhunderts wie bei einer Neubaustrecke“, so Landrat Dr. Heiko Blume.
Foto: Landkreis Uelzen