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Wirtschaft

Aus und vorbei: Gespräche sind beendet - Rewe kommt nicht in den Fischerhof

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Uelzen. Das war’s: Rewe wird nicht in den früheren Real-Komplex am Uelzener Fischerhof einziehen. Wie eine Sprecherin der Rewe Group auf Anfrage der Uelzener Nachrichten erklärt, sind die monatelangen Gespräche mit dem Eigentümer der 6.000 Quadratmeter großen Immobilie beendet. Und das ist nicht die einzige betrübliche Erkenntnis: „Derzeit ist auch keine weitere Eröffnung eines Rewe Marktes in Uelzen geplant“, fügt die Sprecherin hinzu. Das heißt: Uelzen bleibt weiterhin ohne großen Vollsortimenter im Norden.

Karl-Heinz Günther, Ortsbürgermeister von Kirch und Westerweyhe, ist besorgt: Viele Bewohner der beiden Ortsteile nutzten Real viele Jahre als praktische und nahegelegene Einkaufsmöglichkeit. Jetzt sieht es so aus, als wenn das einstige Real-Gebäude seinem Schicksal überlassen werde: „Ein ganz wichtiger Magnet für den Fischerhof ist verloren gegangen. Und mit ihm die Arbeitsplätze“, so Günther. Der Ortsbürgermeister sieht noch weitere Probleme für die Infrastruktur im Uelzener Norden: „Wenn sich die Türen des neuen Aldi in der Lüneburger Straße öffnen, schließen die Türen des Aldimarktes am Loosekamp. Dann gibt es im Norden der Stadt keine Einkaufsmöglichkeiten mehr. Was dann?“ Günther hatte sich noch eingeschaltet, um Bewegung in die Sache zu bringen: "Leider vergebens."

Was den alten Real-Komplex angeht, stehen die Chancen für eine Wiederbelebung immer schlechter. Vor Rewe hatte bereits Famila eine Absage erteilt, nachdem sich immerhin bereits eine Delegation vor Ort umgesehen hatte. 

Viele Jahre betrieb die Real im Fischerhof einen von 279 deutschen Standorten. Aber dann geriet das Unternehmen in immer größere Probleme, wurde mehrmals verkauft. Ein Rettungsring schien zwischenzeitlich der kühne Plan mehrerer Top-Manager und Investoren zu sein, damals bereits mit logistischer Unterstützung von Rewe, der schwer angeschlagenen Real-Kette neues Leben einzuhauchen und „mein real“-Märkte mit neuem Konzept zu betreiben. 

Das Vorhaben scheiterte, im Fischerhof gingen im März 2024 die Lichter aus (UEN berichteten). 80 Arbeitsplätze gingen verloren.

Foto (Michalzik): "Herzlich willkommen" - das war einmal. Karl-Heinz Günther am früheren Real-Markt.