Ruhiges Silvester für Einsatzkräfte im Landkreis Uelzen - Großeinsätze in den Nachbarkreisen mit mehreren Verletzten
Uelzen/Landkreis. Im Landkreis Uelzen verlief die Silvesternacht für die Einsatzkräfte zum Glück relativ ruhig. Anders sah es in den Nachbarkreisen aus, dort gab es Großeinsätze, wie die Polizei berichtet.
In der Uelzener Innenstadt fiel am Silvestertag ein Unbekannter auf, der dort Leuchtmunition aus einer Signalpistole verschoss. Als er mit dem Funkenflug ein Auto traf, sprach ihn die Fahrerin mit anderen Zeugen an. Der Mann bedrohte die Zeugen und machte sich aus dem Staub.
In Bad Bevensen musste die Ortsfeuerwehr am frühen Silvesterabend eine brennende Mülltonne löschen. In den frühen Morgenstunden des heutigen 1. Januar geriet dann aus unbekannter Ursache ein hölzerner Unterstand in Brand. Ein Übergreifen auf ein angrenzendes Stall- sowie Wohngebäude konnte von der Feuerwehr Bad Bevensen verhindert werden. Es entstand Sachschaden am Unterstand, zu einem Personenschaden kam es nicht.
In Adendorf bei Lüneburg kam es zum Brand eines Mehrfamilienhauses mit mehreren Verletzten. Adendorf - Brand eines Mehrfamilienhauses. Aus bislang unbekannter Ursache gerieten dort die Mülltonnen vor dem Haus in Brand, so die Polizei. Das Feuer griff auf den Dachvorsprung oberhalb der Mülltonnen über und zog sich teilweise durch den rechten Dachstuhl. Insgesamt fünf Personen wurden infolge des Brandes verletzt, drei von ihnen wurden zur weiteren medizinischen Behandlung ins städtische Klinikum gebracht.
In den frühen Morgenstunden des Neujahrstages kam es in Zernien im Landkreis Lüchow-Dannenberg zu einem Großbrand. Gegen 2.30 Uhr wurden die Feuerwehren der Samtgemeinde Elbtalaue zur „Mittleren Bahn“ alarmiert. Dort stand ein Anbau in Brand, der bereits auf den Dachstuhl des angrenzenden Wohnhauses überzugreifen drohte. Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich das Lagebild: Der Anbau befand sich im Vollbrand, Teile des Daches des Wohnhauses waren bereits betroffen.
Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wurde umgehend die Alarmstufe erhöht und weitere Ortsfeuerwehren nachgefordert. Vor Ort im Einsatz waren unter anderem Einsatzkräfte der Feuerwehren Gülden, Mützingen, Metzingen, Hitzacker, Karwitz, Kiefen und Dannenberg sowie weitere Einheiten der Samtgemeinde Elbtalaue. Neben mehreren Löschfahrzeugen kamen zwei Drehleitern zum Einsatz, um die Brandbekämpfung von außen zu unterstützen. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Ein Bagger wurde hinzugezogen, um die massive Dachkonstruktion zu öffnen und tiefsitzende Glutnester gezielt ablöschen zu können.
Eine Feuerwehrfrau zog sich während der Maßnahmen eine Rauchgasintoxikation zu und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Weitere Personen blieben unverletzt. Der Energieversorger schaltete den betroffenen Straßenzug vorsorglich stromlos. Gegen 8.10 Uhr meldete die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“.
Im Anschluss folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten, die sich bis etwa 12:00 Uhr hinzogen. Die Einsatzkräfte waren über viele Stunden im Dauereinsatz.
Die Verpflegung der eingesetzten Kräfte wurde durch die Feuerwehr Gülden sichergestellt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Texte, Fotos: Polizei, Florian Schulz (Pressesprecher Feuerwehr Elbtalaue), Feuerwehr Bad Bevensen