Uelzen. Der Tatverdächtige (26), der einen Mann am Sonntagabend am Herzogenplatz mit einem Messer tödlich verletzt haben soll, ist Deutscher. Dies bestätigt die Polizei. In den sozialen Medien hatte es zuvor viele Mutmaßungen gegeben, demnach der Täter Ausländer sein soll, was sich nun als falsch herausgestellt hat.
Dennoch könnte die Bluttat einen rassistischen Hintergrund haben: Online ist ein anonym verfasster Beitrag aufgetaucht, demnach das 30 Jahre alte Opfer ein Muslim gewesen sein soll. Der junge Mann soll laut dem Bericht auf dem Weg zum Abendgebet in der Moschee (es gibt zwei Moscheen in Uelzen) gewesen sein. In dem Beitrag wird der Vorwurf erhoben, der 30-Jährige soll von dem Tatverdächtigen provoziert worden sein, der Bemerkungen über die islamische Bekleidung des Mannes gemacht habe.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen soll der 26-Jährige, der eine kleinere polizeiliche Vorgeschichte hat, den 30-Jährigen bei dem eskalierenden Streit mit einem Messer in den Rücken gestochen haben. Die Verletzung war so schwer, dass das Opfer im Klinikum starb. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.
Das Opfer war aktiver Fußballer: Der TSV Niendorf-Halligdorf betrauert online den Verlust seines Mitglieds, der Opfer eines schrecklichen Tötungsdelikts geworden sei. Der Verein verzichtet aus Respekt und Anteilnahme an der Teilnahme am SG-Aue-Pokalturnier am Wochenende. Auch der SC Uelzen bringt auf Instagram seine Trauer ob des Todes des ehemaligen Mitspielers zum Ausdruck: "Wir sind fassungslos über diesen sinnlosen Gewaltakt."
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