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Landkreis Uelzen

Schnellbremsung von ICE mit 460 Reisenden wegen abgerissener Oberleitung bei Bardowick - Massive Auswirkungen auf Regionalverkehr nach Uelzen

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Bardowick/Uelzen. Der ICE 589 von Hamburg nach München musste laut Bahnpolizei heute Mittag auf freier Strecke bei Bardowick eine Notbremsung einleiten. Grund ist eine gerissene Oberleitung. Die Fahrgäste sitzen seit mehreren Stunden im Zug fest. Die 15.000-Volt-Leitung muss noch geerdet werden. Die Vollsperrung der Strecke in diesem Bereich hat laut Zugbetreiber Metronom auch massive Auswirkungen auf den Regionalverkehr von Hamburg nach Uelzen.

Nach ersten Ermittlungen habe der Lokführer des ICE 589 auf der Fahrt von Hamburg nach München 500 Meter nordwestlich vom Bahnhof Bardowick auf Höhe der Straße Witwenkamp erkannt, dass die Oberleitung der Bahntrasse in den Fahrbereich herunterhing und sofort eine Schnellbremsung eingeleitet. Nach bisherigem Sachstand kam es durch die Schnellbremsung nicht zu Verletzungen unter den etwa 460 Reisenden im Zug. Die Oberleitung sei aber auf dem Dach des ICE zu liegen gekommen, so dass Feuerwehr und Notfallmanager zu allererst die Gefahr von Starkstromschlägen durch Erdung der Oberleitung zu leisten hatten.

Die Evakuierung und Weitereise der Fahrgäste solle zeitnah auf der freien Strecke durch einen direkten Umstieg in einen Ersatz-ICE ermöglicht werden. Für den ICE 589 wurde eine Abschlepplokomotive angefordert.

Auch die Bundespolizei ist vor Ort und ermittelt bezüglich der möglichen Ursache des Unfalls. Die Ermittlungen dauern an.

Durch den Vorfall kam es örtlich zu einer Vollsperrung der Bahnstrecke.

Das sagt Metronom: RE3/RB31 (Hamburg Hbf <> Uelzen): Es kommt auf der gesamten Strecke Hamburg-Lüneburg-Uelzen aktuell zu massiven Verspätungen und Teilausfällen. Ein Busnotverkehr ist eingerichtet.

Foto: Bundespolizei