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Landkreis Uelzen

UWG nominiert Léonard Hyfing mit 100 Prozent Zustimmung zum Landratskandidaten

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Uelzen/Landkreis. Nach Amtsinhaber Dr. Heiko Blume und Jan Henner Putzier steht jetzt nun der dritte Kandidat für die Landratswahl am 13. September fest: Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) im Landkreis Uelzen setzt nach eigenem Bekunden ein unmissverständliches Zeichen für einen politischen Neuanfang. Mit einer geschlossenen 100-Prozent-Zustimmung wurde Léonard Hyfing offiziell als Kandidat für die Landratswahl nominiert.

Die Botschaft der Versammlung, so die UWG: „Der Landkreis braucht keinen weiteren Verwalter des Mangels, sondern eine Führungspersönlichkeit mit Mut zur Kante.“ In seiner kämpferischen Nominierungsrede legte Léonard Hyfing den Finger in die Wunde einer „gelähmten Verwaltung“ und adressierte das schwindende Vertrauen der Bürger in die Handlungsfähigkeit des Staates.

Hyfing macht deutlich, dass er als Landrat der UWG verkrustete Strukturen aufbrechen und den Landkreis Uelzen wieder zum Akteur statt zum bloßen Befehlsempfänger machen möchte. Ein Kernpunkt seiner Strategie ist die klare Absage an die ausufernde Aufgabenübertragung von oben. „Wir sagen Schluss mit der Lastenverschiebung von Bund und Land und werden uns mit allen Kräften dagegen wehren, dass immer mehr Aufgaben auf die Landkreise abgewälzt werden, ohne dass die nötigen Mittel dafür mitkommen“, betonte Hyfing unter dem Beifall der Mitglieder.

Er stehe dafür, die Interessen Uelzens offensiv zu verteidigen und nicht länger die Fehlplanungen der Berliner oder Hannoveraner Politik vor Ort auszubaden. Die staatliche Handlungsfähigkeit zurückerobern sieht Hyfing als zentrale Aufgabe. Das verbreitete Gefühl, „dass nichts mehr geht“, sei aus seiner Sicht Ausdruck jahrelanger politischer Passivität. Er will den Landkreis wieder handlungsfähig machen, indem er die rechtlichen Spielräume des Gesetzes konsequent ausschöpft. Sein Ziel ist eine Verwaltung, die Lösungen ermöglicht, statt sie durch übermäßige Auslegung von Vorschriften zu blockieren. Hyfing fordert eine stärkere Ausrichtung auf die praktische Umsetzung politischer Entscheidungen: „Theoretische Konzepte füllen zwar Aktenordner, führten jedoch nicht automatisch zu Verbesserungen im Alltag im Landkreis. Wir brauchen eine Verwaltung, die anpackt und Dinge vor Ort wirklich umsetzt.“

Die Digitalisierung ist für Hyfing eine zentrale Voraussetzung für eine schlanke und leistungsfähige Verwaltung. Er kündigt die Einrichtung einer schlagkräftigen Stabsstelle für Digitalisierung an, die direkt dem Landrat unterstellt ist. Ziel ist eine interne Modernisierung, um Prozesse zu beschleunigen und den Service für die Bürgerinnen und Bürger spürbar zu verbessern. Zugleich soll mehr Transparenz geschaffen und eine offene Kommunikation etabliert werden, die Entscheidungsprozesse im Kreishaus nachvollziehbar macht. Eine „Hinterzimmer-Mentalität“ soll damit konsequent überwunden werden.

Hyfing sieht sein Wahlergebnis als klaren Auftrag für einen politischen und verwaltungstechnischen Kurswechsel. „Das 100-Prozent-Votum der UWG ist ein klarer Kampfauftrag. Die Menschen im Landkreis haben es satt, vertröstet zu werden.“ Ziel sei es, die Verwaltung als oberstes kommunales Organ wieder stärker in die Verantwortung zu bringen und von einem passiven Verwaltungsmodus in einen aktiven Gestaltungsmodus zu überführen.

Über Léonard Hyfing

Léonard Hyfing ist im Landkreis Uelzen geboren und aufgewachsen. Nach seinem Studium der Agrarökonomie in Göttingen kehrte er in seine Heimat zurück und arbeitet dort heute als selbstständiger Landwirt. Durch seine praktische Tätigkeit bringt er Erfahrung im Umgang mit begrenzten Ressourcen und unternehmerischer Verantwortung mit, die für das Amt des Landrats relevant ist. Die UWG sieht seine Nominierung als Alternative zum bisherigen Kurs der etablierten Parteien. In den kommenden Monaten will Hyfing den Wahlkampf nutzen, um seine Schwerpunkte zu Themen wie Verwaltungspraxis, Digitalisierung und Bürokratieabbau zu vermitteln.

Foto: privat